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FREUNDLICHER
FONT
FRIENDLY FONT
Das
produktionsdesign von NUMMER 6 beließ es nicht bei bunten
kostümen und regenschirmen für die masse der statisten,
sondern schuf einen fast völlig geschlossenen eigenen kosmos
der zeichenhaftigkeit. Prominent zweifellos das emblematische
Pennyfarthing-Hochrad (mehr...),
dazu gehört aber auch die schrift, in der die serie sich zuallererst
präsentiert und die sich auf ausstattungsgegenständen
wiederfindet.

Für
den titelvor- und abspann von NUMMER 6, für dossiermappen,
landkarten und konservendosen (jedoch seltsamerweise nicht für
die überschriften im "The Tally Ho") wurde, äußerst
passend, die antikisierende schrift Albertus als ausgangsbasis
verwendet und mit einigen kleinen abänderungen versehen.
Die Albertus wurde 1932 bis 1940 von Berthold Wolpe entworfen,
wobei es zunächst nur großbuchstaben gab. Wolpe (geb.
1905 in Offenbach am Main, gest. 1989 in London) war Typograf und
Lehrer. "Er
wurde als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Er studierte
an der Kunstgewerbeschule Offenbach bei Rudolf Koch. Als sein Mitarbeiter
war er an der berühmten Deutschlandkarte des Insel-Verlages
beteiligt und arbeitete an Kochs ABC-Büchlein mit. 1935 musste
er Deutschland verlassen und emigrierte nach London, wo er bis 1940
bei der Fanfare Press arbeitete. Für den Verlag Faber &
Faber entwarf er bis 1971 über 1.500 Buchumschläge."
(Quelle: Wikipedia)
Den
namen erhielt die schrift nach der lizensierung für Monotype
in England nach Albertus Magnus, dem mittelalterlichen wissenschaftler
und philosophen. Starke einfachheit stand im vordergrund, die serifen
wurden auf ein minimum reduziert. Bei der gestaltung orientierte
Wolpe sich an bronzenen lettern, die von ihren äußeren
umrissen ausgehend entwickelt wurden, anstatt die schrift in das
trägermaterial einzuschneiden. So steht der font zwischen den
klassischen serifenschriften und den modernen serifenlosen.
Village
heißt der NUMMER-6-true-type-font, entwickelt wurde
er von Mark F. Heiman, der ihn zum freien download zur verfügung
stellt (z.b. hier...).
Für den einsatz auf dieser wie überhaupt auf websites
kommt er nur als grafik, nicht aber als font in betracht, weil er
auf standardmäßig eingerichteten computern nicht existiert
und das betriebssystem andernfalls eine ersatzschrift wählen
würde, die eventuell das seitenlayout zerstört.
Die
schrift Village eignet sich nicht besonders für
fließtext, man sollte sie für überschriften, zwischentitel
o.ä. benutzen. Und man muss schon die kleinbuchstaben nehmen,
dort sind die änderungen am deutlichsten sichtbar. Wie bei
den meisten serifenschriftarten wirkt die verwendung von nur großbuchstaben
innerhalb größerer texte eintönig. Auffällig
ist das kleine "e", dessen oberer bogen nach rechts geöffnet
wurde, sodass es dem "Euro"-zeichen ähnelt. Das kleine
"i" sowie das "j" verloren ihre punkte. Und
für den namen des hauptdarstellers McGoohan wurde als
sonderzeichen ein großes "G" kreiert. Für das
"P" im vornamen Patrick sowie im wort Prisoner
kommt dagegen ein extrem skaliertes kleines "p" zum einsatz.
Die
mustertafel zeigt in gedruckter 24-punkt-größe zunächst
die beiden weit verbreiteten fonts Arial und Times New
Roman sowie Albertus und Village, einschließlich
der darin enthaltenen beiden von markisen gekrönten Pennyfarthings:
1. Arial, 2.
Times New Roman, 3. Verdana, 4.
Albertus, 5. Village, 6. &
7. schriftname in Albertus und Village.
Wer sich grafisch betätigen und das Pennyfarthing benutzen
möchte, sollte sich deshalb den font besorgen und diesen mit
einem bildbearbeitungs- oder vektorgrafikprogramm skalieren, anstatt
fremde bilddateien unter erheblichem qualitätsverlust zu zweifelhafter
größe aufzublasen.

It
wasn't enough for the production design department of THE PRISONER
to deal with colourful costumes and umbrellas for the great number
of extras. An almost entirely self-contained world of signs
was created with the Pennyfarthing doubtlessly standing out
(more...)
and most notably the typeface characters that the series is presented
with to the public at the beginning of each episode. Those characters
do also appear on several props.
For
the PRISONER's credit and end-title sequences, for folders, maps
and food cans (but not, strangely, for the "Tally Ho"
headlines) the aptly antiquesizing Albertus type was
used as a basis and changed slightly. Berthold Wolpe first designed
Albertus in 1932 to 1940 creating only big letters, the lower-case
letters following a few years later. After Monotype in England was
commissioned the typeface it was named after Albertus Magnus, the
medieval scientist and philosopher. Its reduced serifs express strong
simplicity. Wolpe developped the type-face according to bronze letterings
with the letters being cut from their outlines instead of carving
them into the base material. The font, therefore, stands right between
the classical, serif letters and those non-serif moderns.
The PRISONER true-type font is known as Village
and it was created by Mark F. Heiman who provides it free of charge
(e.g. here...).
It isn't particularly suitable for use on websites, though. Only
as graphic files it can be used instead, not the font itself. Because
it isn't installed on any standard computer system. The operating
system will then proceed and chose a substitution font which might
ruin the page layout.
The
Village typeface, also, isn't really the right choice
for big quantity texts, rather for headlines or text inserts. And
it is advised to use the lower-case letters through which the changes
to the original font can be seen best. As with most serif-typefaces
using only upper-case letters will result in some visual monotony
when a certain quantity of text is employed. The most remarkable
change was applied to the lower-case "e". Here the upper
right bow was opened up to give this letter almost a "Euro"
sign appearance. The lower-case dots of the "i" and "j"
were abolished and for the principal character's name McGoohan
a special upper-case "G" character was created. And
for the letter "P" of Patrick a lower-case but
extremely upscaled letter "p" is used. The same applies
to the word Prisoner.
For
comparison the above table demonstrates the look of the two popular
fonts Arial and Times New Roman, first, and that of
Albertus and Village, all 24 points in printsize,
in addition the included canopied Pennyfarthings as special characters:
1. Arial, 2.
Times New Roman, 3. Verdana, 4.
Albertus, 5. Village, 6. &
7. typeface name in Albertus and Village
Those willing to train their creative powers using the Pennyfarthing
symbol should download the font and process, i.e. enlarge the character
with an imaging or vector-graphics tool rather than copying other
people's image files and blow them up to some very questionable
dimensions while the image quality fades.
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