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Produktionsbedingte
verzögerungen führen zu unterschieden in der US- und
GB-reihenfolge. Die deutsche weicht wiederrum und ohne ersichtlichen
grund davon ab.
Die listung der episoden
entspricht der sog. englischen standard-reihenfolge. Handlungslogisch
betrachtet erfordern die episoden von NUMMER 6 keine zwingende abfolge.
In praktisch allen ländern, in denen NUMMER 6 lief, gab es
eigene reihenfolgen.
Mehr
zur episodenreihenfolge...
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EPISODENINHALT
Durch einen persönlichkeitstransfer findet sich Nummer Sechs'
bewusstsein im körper eines anderen mannes wieder. Da man den
umkehrprozess nicht beherrscht, erhoffen sich die verantwortlichen
von Nummer Sechs, der den erfinder Prof. Seltzman kannte, dessen
aufenthaltsort zu erfahren. Nummer Sechs verlässt den Ort und fährt ins ausland.
PERSÖNLICHE
WERTUNG: 13
Angesichts McGoohans abwesenheit während der produktion nicht
so schlecht, wie vielfach beschrieben. Entsetzlich die Seltzmann'sche
maschine samt umkehrprozess; hoffentlich als karikatur auf die aus
Dr. Frankensteins labor gedacht. Alles in allem verschenkte möglichkeiten
in dieser episode. |
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EPISODENWÜRDIGUNG
Die
episode mit der poetischen überschrift "Do Not Forsake Me, Oh
My Darling" bzw. der beinahe teutonisch exakten gleichung "2:2=2"
trug ursprünglich den titel "Face Unknown". Diese
episdoe trägt das stigma, dass sie von vielen kommentatoren geradezu
verdammt wird als der letzte müll, mit schlechten produktionswerten
und erbärmlicher schauspielerei; verständlich, aber doch nicht
die ganze wahrheit.
Wer
den (englischen) text aus dem song des Zinnemann-edel-westerns ZWÖLF
UHR MITTAGS ins spiel brachte, ist nicht überliefert. Sehr wahrscheinlich
spielten copyright-erwägungen eine rolle, denn die story wurde erheblich
umgearbeitet, bevor sie das heute bekannte aussehen hatte.
Das
bewusstsein von Nummer Sechs ist von beginn an im körper eines anderen
mannes, gespielt von Nigel Stock. Die verantwortlichen im Ort wollen
ihn mit dieser maßname zwingen, den erfinder der apparatur, Professor
Seltzmann, aufzuspüren, der allein den umkehrprozess beherrscht.
Darum muss Nummer Sechs nach Österreich fahren, wo Seltzman vermutet
wird. Dass er zurückkommen wird, gilt als sicher.

EIN
HAUCH VON BOND, JAMES BOND FINDET SICH HIER.
WER IST DER MANN
MIT DEM "UNBEKANNTEN
GESICHT" (URSPRÜNGLICHER TITEL)?
NUMMER SECHS TRIFFT SEINE EX-VERLOBTE IM
KÖRPER EINES ANDEREN MANNES - JEDE MENGE STOFF FÜR EIN DRAMA,
ABER NICHT HIER.
Der
autor der episode war Vincent Tilsley. Auf der Prisoner Convention 2003
berichtete er, er habe bei seinem skript ein eher ungutes gefühl
gehabt. Denn hier galt es, eine überzeugende NUMMER-6-geschichte
ohne den hauptdarsteller zu schreiben. Patrick McGoohan hielt sich in
den USA auf, um sein Hollywood-debüt in dem John Sturges-film EIS
STATION ZEBRA zu geben. Und intern wurde beschlossen, die serie nach 17
episoden zu beenden.
Die
idee einer persönlichkeitsübertragung war ein sehr schwieriges
unternehmen. Tilsley lieferte "2:2=2" ab in der hoffnung, dass
er zur diskussion darüber eingeladen würde und man gemeinsam
(mit Tomblin, Markstein, McGoohan?) einen verbesserten handlungsstrang
entwickeln würde, der dann als resultat eine stimmige, gute episode
hervorbrächte. Aber Tilsley hörte nichts mehr von den verantwortlichen.
Er wusste auch nicht, ob sein skript verworfen worden war, oder ob man
es ohne (notwendige) rücksprache einfach verfilmt hatte. Als er die
ankündigung der ausstrahlung hörte und sich "seine"
fertige epsiode im fernsehen ansah, erkannte er sich nicht mehr wieder.
McGoohan war damit total unzufrieden, und vermutlich wurde sie von David
Tomblin "umgearbeitet". Dabei ging so viel von ihrer ursprünglichen
substanz verloren, dass man sich gezwungen sah, den titel "Face Unknown"
in "Do Not Forsake Me, Oh My Darling" zu ändern. Womöglich
hatte Tomblin schon die nächste zu produzierende episode im kopf,
bei der er auch selbst regie führen würde: die westernparabel
"Harmony" (deutscher titel nach der erstsynchronisation durch Arte 2010).
Die
quintessenz der handlung jedenfalls, die persönlichkeitsübertragung,
ist so ziemlich das einzige, was von Tilsleys entwurf übriggeblieben
ist. "2:2=2" ist auch die einzige episode, die mit einer sogenannten pre-credit sequence beginnt, ein bei serien beliebtes dramaturgisches
mittel, um das fernsehpublikum anzureißen und über den vor
dem eigentlichen serienvorspann folgenden werbeblock bei der stange zu
halten. Und dieses intro ist wirklich gut, eines thrillers würdig
und macht neugierig auf mehr. Darüber hinaus bietet die episode eine
folge (zwar nur) archivaufnahmen von fahrten durchs europäische ausland,
die dem ganzen aber durchaus ein großzügiges flair verleihen,
ein hauch James Bond eben.
Die für den umkehrprozess benötigte maschine, die Nummer Sechs
wieder in seinen eigenen körper schaffen soll, ist dagegen eher ein
fall für den fundus von Edward Wood Jr. Mit wohlwollen betrachtet
man sie als eine parodie auf allerhand science-fiction-trash. Ein zumindest
merkwürdiges detail ist, dass der ansonsten als privatmensch völlig
unbekannte Nummer Sechs verlobt sein soll, schon längere zeit, noch
dazu mit Janet, der tochter seines ehemaligen vorgesetzten, der er nun
im körper eines anderen mannes gegenübertritt. Leider wird vom
drehbuch nichts daraus entwickelt, kein drama, außer dass Nummer
Sechs Janet sich erst einmal, eher identifikatorisch, zu erkennen geben
muss.
In einer früheren "Six-Of-One"-publikation wurde ein vergleich
der skripte von "Face Unknown" und "Forsake" veröffentlicht.
Danach war Tilsleys entwurf wesentlich besser als das jetzige produkt.
Vieles drehte sich um Nummer Sechs' rücktritt vom dienst und den
brief, den er bei der kündigung auf den tisch seines vorgesetzten
knallt. Bei einer behandlung im Raum des Vergessens wird er an
den tag seines rücktritts versetzt und erlebt im körper des
Colonels, der bei Tilsley "Oskar" heißt, die wichtigen
stunden, die ihn zu seiner gewissensentscheidung führten.
Eine ähnlich geartete regressionstherapie findet in der vorletzten
folge "Pas de deux" im Embryoraum statt und wird zum
zentralen punkt der handlung. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben,
dass diese episode schon viele wochen vorher - von McGoohan selbst - geschrieben
und produziert worden war; ein grund für die ablehnung?
Angesprochen
auf den deutschen titel "2:2=2", war Tilsely darüber sehr
erstaunt, fand aber die nichtfunktionierende gleichung schließlich
gar nicht so abwegig, wie der titel auf den ersten blick vermuten lässt.
Dennoch ließ er ein generelles unbehagen an dieser episode spüren,
die eben nicht "seine" epsiode ist. Andererseits wird er seither
als autor genannt, wird ihm diese Story zugeschrieben, und das ist mehr
als nichts.
Recherche:
Michael Brüne |
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Written
by: Vincent Tilsley
Directed by: Pat Jackson
CONTENTS
OF THIS EPISODE
A mind transfer switches Number Six' mind into the body of another
man. Since the reverse process is still unknown it is hoped by those
responsible thus to locate Prof. Seltzmann, the inventor of the
device who was acquainted with Number Six. Number Six leaves the
Village and travels abroad.
RANKED
13th:
Considering McGoohans absence during the production this episode
isn't as bad as many described it. Quite awful the Seltzmann-machine
and the reverse process, hopefully intended as a caricature on those
out of Dr. Frankensteins lab. But overall an episode of many
missed chances. |
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APPRECIATIVE EXAMINATION
The
original title of this episode with its rather poetic headline "Do
Not Forsake Me, Oh My Darling" or, respectively, that almost teutonically
exact equation "2:2=2" was "Face Unknown". It's this
episode's stigma it's ever been condemned by many commentators as being
utter rubbish, with bad production values and wretched acting; somewhat
understandable but it isn't the whole truth.
It
is not known who brought in that (English) song textline from the Zinnemann
noble western HIGH NOON. Probably copyright considerations played a role
because the story underwent substantial reworking before the now familiar
shape emerged.
From
the start the mind of Number Six is in the body of another man, played
by Nigel Stock. It is the intention of the Village responsibles to coerce
Number Six into cooperation and to detect the inventer of that piece of
machinery, Professor Seltzmann. He alone has the knowledge to perform
the reverse process. So Number Six has to make his way to Austria where
Seltzman is supposed to be living. It was taken for granted that the Prisoner
would (be) return(ed) to the Village.

A
TOUCH OF BOND, JAMES BOND HERE. WHO'S THE MAN WITH THE "FACE UNKNOWN"
(ORIGINAL TITLE)? NUMBER SIX, IN THE BODY OF A DIFFERENT MAN,
ENCOUNTERS HIS EX-FIANCÉE - A TRUCLKOAD FULL OF POTENTIAL DRAMA,
BUT NOT HERE.
Vincent
Tilsley was the author of this episode. During the 2003 Prisoner Convention
he told about the way his script was handled and that he had had mixed
feelings about it. The task, in this case, was to create a convincing PRISONER story without having the principal actor present. Patrick
McGoohan was in the USA for his Hollywood debut movie, the John Sturges
film ICE STATION ZEBRA. Back home it was decided to end the series after
the completion of 17 episodes.
The
idea of a mind transfer was a hard undertaking. Tilsley delivered the
script of "Forsake" hoping he'd receive an invitation to a discussion
about it (together with Tomblin, Markstein, McGoohan?) in order to get
the threads and the whole story improved. As a result he hoped to achieve
a conclusive episode. But nothing Tilsley ever heard of anyone. Neither
did he know if his script had been rejected nor if it had indeed been
turned into a film without notifying him. Eventually, when he heard this
episode was being screened and he was watching it on television he almost
failed to identify it as "his" episode.
McGoohan was totally dissatisfied. And probably the script was "rewritten"
by David Tomblin, the story thereby losing so much of its initial meat
to enforce a title change from "Face Unknown" to "Do Not
Forsake Me, Oh My Darling". And maybe, already working on the subsequent
episode that he was going to direct, too, Tomblin did have something in
his mind: the western parable "Living In Harmony".
Quintessentially
it's the mind transfer which remained solely intact of Tilsley's concept.
Of all, "Forsake" is the only episode to have a so called pre-credit
sequence, something which is quite popular as a dramatic device to
get the TV audience hooked and keep the interest alive during the following
commercial break right before the start of the actual credit sequence.
And indeed, this intro is really good, worth a thriller and intriguing,
makes you want to get more. Moreover, the episode offers a sequence of
(albeit only stock) footage of a journey through Europe by car which lends
an ample ambience to it, a taste of Bond, that is.
On the contrary, the machine required for the reverse process of this
mind transfer on Number Six is likely to go to the props department of
Edward D. Wood Jr. To put it in favour of those responsible, it could
be regarded as a SF-trash parody. And there is the one curious detail,
to say the least, about Number Six who, as a private person, isn't known
at all that he is supposed to having been engaged for some time to Janet,
his former superior's daughter. He now encounters her in the body of a
different man. Sadly, the script doesn't take advantage of the constellation
and nothing ensues with regard to whatever drama, except that Number Six
has to prove to Janet, rather technically, it's really him who she met.
In
one of the previous SIX-OF-ONE society magazines the two episode scripts
"Face Unknown" and "Do Not Forsake Me, Oh My Darling"
were compared to each other. According to this survey Tilsley's "Face
Unkown" was much better than the current work. Number Six' resignation
was at the centre of it and the letter he later dashes on his superior's
desk. He receives a treatment in the "room of oblivion" and
he, now in the body of "the Colonel" whose name in Tilsley's
script is Oscar, is sent back to the day of his resignation where he experiences
the important hours that lead him to his decision as a matter of conscience.
A regression therapy of that kind can be found very similarly in the episode
"Once Upon A Time" where there is an "Embryo Room"
as the central place of the action. One musn't forget, however, that this
episode had in fact been produced many weeks earlier - written and directed
by McGoohan himself; a reason to reject it?
When
Tilsley was told the German title "2:2=2" he was amazed but
kind of liked that non-working equation, that the title wasn't so far
off as it appeared at first glance. Nevertheless, there was his overall
feeling of discomfort that this episode just isn't "his" episode.
On the other hand, his name as the author has been connected with this
episode ever since. And this is surely more than nothing.
Research
done by Michael Brüne
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