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The Prisoner Nummer 6 Serien
gehören zum bodensatz des fernsehens, omnipräsent und so unendlich
wie das medium selbst. Die wenigsten kratzen auch nur an der unterseite
unserer aufmerksamkeitsschwelle. Fantastisches
fernsehen
FEEDBACK |
The Village - der Ort - eine andere deutsche bezeichnung gibt es nicht - ist von anschein her eine sommerfrische. "Italienisch" anmutende architektonische spielereien bestimmen das aussehen. Die lage am meer ist idyllisch: belle epoque der indifferenz (mehr...), ein sanatorium. Aber was hier kuriert wird, ist nicht so klar zu sagen. Dann
und wann folgt die kamera Nummer Sechs durch straßen und gassen,
vorbei an blumenrabatten, balustraden, hinauf auf den kirchturm und zum
steinboot am meer. Und selten ist der Ort präsenter, als wenn
er menschenleer ist.
Über 30 mal hat inzwischen die Prisoner Appreciation Society SIX OF ONE (mehr...) dort ihre alljährliche "Prisoner Convention" veranstaltet. Fan-gruppen spielen berühmte szenen nach, diskutieren mit ehemaligen an der produktion beteiligten und dröseln intentionen der serie auf, deren sich nicht einmal ihr schöpfer im klaren war. Die kulisse lebt.
Erbauer Portmeirions war der walisische architekt Sir Clough Williams-Ellis, den manche exzentrisch nennen. Seinen traum vom guten geschmack in der architektur erfüllte er sich seit den 20er jahren. Auf auslandsreisen ließ er sich inspirieren, dann errichtete er sein schau-stück im hohen norden. Bis kurz vor seinem tod ende der 70er jahre sammelte er häuser, teile von zum abbruch bestimmten palästen und wohnsitzen, um sie in der windgeschützten bucht zu einem einmaligen architektonischen ensemble zusammenzustellen: ein "heim für gefallene gebäude". So verzichtete er nicht auf einen glockenturm, Campanile genannt, einen kuppelbau, das Pantheon, und kopfstein-gepflasterte durchgänge, um eine mediterrane atmosphäre zu vermitteln. Blickachsen bestimmen das sehen. Wenig ist, nach was es aussieht. Wie die zypressen, die so wenig echt sind wie aufgemalte fenster und das (gemauerte) schiff an der anlegestelle. Die abgeschiedenheit und die gegensätzlichkeiten der architektonischen stile machten Portmeirion schon früh zum bevorzugten rückzugsgebiet für dichter und schriftsteller. McGoohan hielt sich hier gern auf, nachdem man den ort für die zwei DRAKE-episoden "A View From The Villa" ("5 Millionen in Gold") und "Name, Date & Place" ("Geschäft mit dem Tod") als italienische kleinstadt ausgegeben hatte.
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McGoohans
co-autor George Markstein,
der die grundzüge der serie mitentwickelt hatte und nach wenigen
episoden wegen differenzen über den weitergang der serie im unfrieden
mit McGoohan ausgeschieden war, verarbeitete informationen aus seiner
armeezeit während des 2. Weltkrieges über internierungslager
für "stillgelegte" agenten, die zuviel wussten. Angesichts
der fantastischen realkulisse dieses ortes ging McGoohan weiter und entwickelte
seine allegorie vom prison within: |
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"Wir sehen uns!" oder L'année dernière au Village · The Prisoner · Nummer 6 | |
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