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Produktionsbedingte
verzögerungen führen zu unterschieden in der US- und
GB-reihenfolge. Die deutsche weicht wiederrum und ohne ersichtlichen
grund davon ab.
Die listung der episoden
entspricht der sog. englischen standard-reihenfolge. Handlungslogisch
betrachtet erfordern die episoden von NUMMER 6 keine zwingende abfolge.
In praktisch allen ländern, in denen NUMMER 6 lief, gab es
eigene reihenfolgen.
Mehr
zur episodenreihenfolge...
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EPISODENINHALT
Ein reiter, der wie Nummer Sechs aussieht, muss sich plötzlich
und wider willen in der kleinen westernstadt Harmony im amt des
sheriffs behaupten, das er soeben niedergelegt hatte. Aus dem ort
scheint es keinen weg nach draußen zu geben. Er weigert sich,
eine waffe zu benutzen. Der richter erpresst ihn und nimmt ihn in
"schutzhaft". Nur ein barmädchen scheint ihn zu unterstützen.
PERSÖNLICHE
WERTUNG: 6
Abgefahrener exkurs in eine western-parabel mit stilisierender guter
fotografie, gleichfalls das expressive spiel von Alexis Kanner. Ein kräftigeres
ende hätte der episode gut getan. |
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EPISODENWÜRDIGUNG
Eine
bestechende idee und eine grandiose paraphrase sowohl auf zahllose western
wie auf NUMMER 6 selbst: Die eröffnungssequenz zeigt einen
mann auf einem pferd im galopp durch die landschaft reiten. Als nächstes
sehen wir ihn vor einem Marshall seinen sheriffstern und das holster mit
revolver ablegen. Mit dem sattel auf dem rücken zieht er davon. Einige
hügel weiter wird er von bewaffneten gestalten mit durchaus finsteren
absichten erwartet. Der mann wird gekidnappt und an einen ihm unbekannten
ort geschafft, welcome to Harmony.

RAUCHENDE
COLTS, JA UND NEIN, ABER NICHT CLINT EASTWOOD IN RAWHIDE,
SONDERN PATRICK
McGOOHAN
IN "LIVING IN HARMONY",
ÄHNLICHKEITEN KAUM ZUFÄLLIG,
SONDERN BEABSICHTIGT.
Der Richter nimmt ihn vorerst in "schutzhaft" und verlangt von
ihm, dass er den sheriffsjob wieder aufnimmt. Der mann weigert sich.
Ein saloongirl scheint seine einzige verbündete zu sein. Aber da
ist noch ein heißblütiger verehrer mit einer schnellen schusshand.
Die lage für den sheriff wider willen und ohne waffe spitzt sich
zu. Am ende kommt es zu einem shoot-out, in dessen folge der mann erschossen
wird. Und wir sind wieder zurück aus der westernwelt an einem wohlbekannten Ort...
"Why
don't we do a western?" soll die reaktion David Tomblins gewesen sein,
co-produzent McGoohans bei Everyman Films, auf den entschlusses, nur 17
episoden NUMMER 6 zu produzieren, und da kaum noch zeit blieb, drehbuchautoren
zu beauftragen. Eine Story von Ian L. Rakoff bildet die basis der episode.
Keine
eröffnungssequenz, nur McGoohan als darsteller und einige eher neutrale
titel, am schluss des films erst erfährt man, dass man soeben eine NUMMER 6-folge gesehen hat.
"Harmony" gehört zu einer kleinen reihe episoden,
die nach der wiederaufnahme der produktion mit einem fast neuen team entstanden
und sticht aus den 17 vorangegangenen episoden heraus nicht nur wegen der ungewöhnlichen
geschichte, die leider mehr schlecht als recht aufgelöst wird.
Sondern vor allem wegen der neuen herangehensweise unter ausnutzung unverbrauchter
örtlichkeiten anstelle des Villages. Stolz ist man darauf, dass die
außenaufnahmen der "prärie" in den Dunstable Downs in England entstanden
sind. Dazu befleißigen alle akteure sich eines amerikanischen akzentes,
dass es eine art ist.
Kommt hinzu eine exzellente stilisierende fotografie
und ein damals junger akteur, Alexis Kanner, von dem McGoohan begeistert
war, der als "the Kid" ein expressives spiel zeigt, voll unterdrücktem
begehren, eine physische präsenz, wie es in keiner anderen NUMMER
6-episode auch nur annähernd vorkommt. Kanner trat schon kurz
und ohne namentliche erwähnung in der folge "-3-2-1-0"
auf sowie in "Demaskierung", wo er den hippie Nummer 48 spielte.

ALEXIS
KANNER: DAS LETZTE WORT ZWISCHEN THE KID UND
NUMMER SECHS
IST NOCH NICHT GESPROCHEN.
Jedoch, was Kanner erlaubt war, wurde Valerie French, der Kathy-darstellerin,
verwehrt: Die ahnung einer brustwarze unter ihrem fummel, als sie auf
dem boden liegt, musste auf McGoohans anweisung unter einer absichtlich
platzierten verschattung versteckt werden. Es rächte sich gleichwohl
bildersprachlich. Hätte
Tomblin mehr skripte beigesteuert und regie geführt, wer weiß,
was in dieser serie noch möglich gewesen wäre.
Die episode wurde in den USA vom sender anfangs nicht gezeigt. Über
das warum gibt es unterschiedliche auslegungen, die von zensur vor dem
hintergrund des Vietnam-krieges bis zur unerwünschten darstellung von drogen reichen. Die deutsche synchronfassung 2010 durch Arte bereitete kaum sprachliche probleme. Dagegen erwies sich die titelfindung als durchaus nicht trivial. Als ergebnis blieb es bei der kurzversion des originaltitels. |
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Written
& directed by: David Tomblin
CONTENTS
OF THIS EPISODE
A horseman looking like Number Six suddenly and against his will
maintains the Sheriffs position he had resigned from previously
in the small western town of Harmony where there seems to be no
way out from. He refuses to pick up a gun. He is then blackmailed
by The Judge who takes him into "protective custody".
A barmaid seems to be the sole ally.
RANKED
6th:
Offbeat excursion into a Western parable with stylizing good photography,
also Alexis Kanners expressive acting. Wouldve been better
with a more vigorous finish.
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APPRECIATIVE EXAMINATION
The
idea and the images are just great, this paraphrase on countless westerns
and on THE PRISONER itself: The opening sequence shows a man on
a horseback riding through the plains. Next he is seen front of a Marshall
removing his sheriff's badge from the vest, laying down his gun and holster
on the desk. With the saddle on his shoulders he leaves only to encounter
a couple of rogue gunmen a few hills on waiting
for him with sinister plans. The man is kidnapped and taken to a place
unknown to him, welcome to Harmony.

GUNSMOKE,
YES AND NO, BUT NOT CLINT EASTWOOD IN RAWHIDE - IT'S PATRICK McGOOHAN
in
"LIVING IN HARMONY", ANY SIMILARITY COULD BE ON PURPOSE.
There is the Judge who then takes him under "protective custody"
until the man resumes his former Sheriff's job. Which the man refuses
to do. There is a saloongirl who appears to be the sole ally to the man.
But there's also a hot-tempered young adorer with a quick draw. So, it's
a critical situation for the would-be-no-more-Sheriff without a gun. All
builds up to a shoot-out where the man gets shot. And we are back from
the western world in a well known Village.
"Why
don't we do a western?" - this, alledgedly, was David Tomblin's, McGoohan's co-producer with
Everyman Films, reaction to the decison to produce only 17 episodes of THE
PRISONER. And time to hire new scriptwriters was running short. The
script basis of this episode is a story by Ian L. Rakoff.
No
credit sequence, just actor McGoohan and some rather neutral indicating
titles, it is only near the end of the film that viewers get the notion
of a PRISONER episode they had been watching.
"Living In Harmony" is among a small bunch of episodes that
were created after the filming had been resumed and where the production
crew had changed almost completely. Out of the 17 episodes this one stands
out not only because of its unusual story with an unfortunately rather
mediocre resolution. It is a fresh approach using previously unseen locations
instead of the Village. It may not be necessary to mention that the exterior
shots of the "prairie" were made, of course, in the Dunstable Downs, England. Also, an american
accent is spoken by the actors to complete the image.
What's more, there
is excellent and partly hand-held stylizing photography and there is
a, at the time, young and unknown actor, Alexis Kanner, who plays "the
Kid" expressively, full of oppressed desire and with a physical presence
which is unique within the whole series. Kanner was seen also briefly
in "The Girl Who Was Death" and in Fallout" where he performed
the hippie Number 48.

ALEXIS
KANNER: NOT YET THE END OF THE MATTER BETWEEN THE KID AND NUMBER SIX
But
what Kanner was allowed to display and embody, on the other hand, was
denied to Kathy actress Valerie French. Lying on the ground, the mere
notion of her breast nipples under her clothes had McGoohan call for more
shadow over that part of her body.
If Tomblin had written and directed more than one or two epsiodes, who
knows what outcome one could have expected with this series.
In
the USA this episode wasn't aired at first. There are various guessings
about the reason for this. Some say it was censorship because of the Vietnam
war background while others contend the use of drugs could not be shown.
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