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| AYE, AYE, AYE...! - I, I, I...! |
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The Prisoner Nummer 6 Serien
gehören zum bodensatz des fernsehens, omnipräsent und so unendlich
wie das medium selbst. Die wenigsten kratzen auch nur an der unterseite
unserer aufmerksamkeitsschwelle. Fantastisches
fernsehen
FEEDBACK |
Mehrere monate liegen zwischen der produktion von folge 12 und 13, was manche unstimmigkeit erklären kann. "Pas de deux", eigentlich vorgesehen als letzte folge der ersten staffel, ist jetzt die vorletzte der reihe. Die entscheidung, nur 17 episoden statt wie üblich, auf ein ganzes jahr bezogen, 13 bzw. 26 zu produzieren, erzwang unter erheblichem zeitdruck einen früheren abschluss. Im wesentlichen hat McGoohan das script der letzten episode alleine in einer nacht verfasst. Kenneth Griffith schrieb seine tribunalrede selber, und über weite strecken wurde improvisiert. So bleibt das letzte drittel der episode auch völlig ohne dialoge.
"Demaskierung",
englisch: "Fall Out", was auf deutsch sowohl "Ausgang",
"Abgang", "Abtritt" wie radioaktiver niederschlag
bedeuten kann, nimmt den prozess wieder auf. Nur ist diesmal alles ganz
anders. Der deutsche titel ist irreführend. Es wird nichts demaskiert, was nicht bereits abbild, maske bzw. vexierbild ist. Das tribunal ist ein possenstück, musikalisch eingeleitet mit dem damals aktuellen Beatles-song "All You Need Is Love", als Nummer Sechs, der Supervisor und der Butler einen unterirdischen von musikautomaten gesäumten korridor entlang gehen, hinein in eine saalgroße kaverne, und beendet in einer wüsten, wenn auch theatralisch wirkenden schießerei.
Nummer Sechs
muss sich entscheiden: regieren oder gehen. In der schlüsselszene
wird er aufgefordert, eine ansprache zu halten. Er beginnt, und die maskierten
fallen ihm klopfend und skandierend ins erste wort: "Ich, ich, ich...!"
Die rede geht im getöse unter. Für einen wie ihn hat die versammlung,
gemeinschaft, gesellschaft keine verwendung. "Sie haben uns unsere
fehler erkennen lassen", sagt der präsident. Nummer Sechs geht.
Die ereignisse überstürzen sich. Der gesamte Ort wird
evakuiert, hubschrauber starten, eine rakete dazu, was die sache auch
wegen des flauen trickeffekts nicht glaubhafter macht. Die episode schließt mit der ankunft von Nummer Sechs, Nummer Zwei, Nummer 48 und dem Butler in London, Nummer Sechs in seinem Lotus den leeren highway fahrend wie im allerersten bild...
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Diese letzte episode ist auf jeden fall ein aufwasch, aber keineswegs ein abschluss oder eine auflösung der früheren geschehnisse. Vielleicht entstanden unter dem zwang, nun zu einem ende zu kommen, egal wie. Man wird es vermutlich nie erfahren. Anarchismus und gesellschaftliche norm bilden die hintergrundfolie für ein ideenfeuerwerk. Auch für hauptseminar-gestählte sind die letzten beiden episoden starker tobak. Und das tollste daran: Hierbei handelt es sich um fernsehunterhaltung!
Das ZDF muss es befürchtet haben. NUMMER 6 wurde sonntagsnachts um 23 Uhr gesendet. |
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"Wir sehen uns!" oder L'année dernière au Village · The Prisoner · Nummer 6 | |
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