The Prisoner Nummer 6

Serien gehören zum bodensatz des fernsehens, omnipräsent und so unendlich wie das medium selbst. Die wenigsten kratzen auch nur an der unterseite unserer aufmerksamkeitsschwelle.
UNWAHRSCHEINLICHE GESCHICHTEN war eine, dies es tat, der klassiker TWILIGHT ZONE.
Dieser titel steht ein für alles, was mit dem begriff TV-magic verbunden ist.

Fantastisches fernsehen
der 60er jahre, das ist
auch eine beschwörende formel:
"Wir sehen uns!"
oder L'année dernière
au Village:

MIT BEITRÄGEN FOLGENDER AUTOREN:
 
DAVE BARRIE
FRANK T. BITTERHOF
TOBIAS BECKER
M. KEITH BOOKER
MICHAEL BRÜNE
PATRICK DUCHER
ROBERT FAIRCLOUGH
HOWARD FOY
GUILLAUME GRANIER
LARRY HALL
HARALD KELLER
MOOR LARKIN
KEVIN P. MAHONEY
RICK McGRATH
JANA MÜLLER
CHRIS RODLEY
CHRISTOPH WINDER
VALARIE ZIEGLER

 

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Getestet und okay auf Mozilla Firefox, Opera, Chrome/Iron sowie dem Internet Explorer. Eventuelle übervorsichtig eingestellte sicherheitsstufen können bewirken, dass javascript nicht bzw. erst nach bestätigung ausgeführt wird. Die vergeigten versionen 6, 7 und 8 des Internet Explorers sollte man nun wirklich nie, nie mehr benutzen! Version 9 des IE hat in sachen features und bedienung mit der konkurrenz in etwa gleichgezogen. Allerdings läuft version 9 nur ab Vista und W7. Deshalb gilt nach wie vor: Als zweitbrowser okay, sonst nehmen Sie gefälligst einen anderen!

Diese website benutzt javascript zur navigation. Wenn dieses feature in Ihrem browser deaktiviert ist, funktionieren die klappmenüs nicht und das seitenlayout leidet darunter. Außerdem wird ein iframe zur einbindung der "Tally Ho NEWS" verwendet. Ansonsten stellt diese website keine bedrohlichen features bereit, es sei denn, sie wurde komplett gehackt und gefälscht nachgebaut. Leider existieren inzwischen fiese exploits, die die übliche javascript-implementierung zur manipulation ausnutzen können, dafür reicht der bloße besuch einer präparierten website aus.

Bedenken Sie: Ein hundertprozentig sicheres surfen im internet gibt es nicht.

Nachdenken! Den besten schutz beim surfen bietet der eigene grips. D.h vor allem: Nicht auf alles klicken, was bunt blinkt oder sich wichtigtuerisch als popup-fenster in den vordergrund drängelt und/oder nach Windows-systemmeldung bedeutsam aussieht! Das gilt besonders für email-attachments. Ungefragt oder unverlangt zugesandte dateien löscht man unbesehen und fragt beim vermeintlichen absender nach, ob sie wirklich von ihm stammen. In den meisten fällen dürften die absenderadressen gefälscht bzw. von irgendwoher gestohlen sein.

Updates Das betriebssystem sowie der browser muss mit den neuesten sicherheits-updates und patches auf dem neuesten stand gehalten werden. Das sollte eine selbstverständlichkeit sein.

Antiquarisch Windows 98/ME oder älter sind defintiv out und sollten am besten gar nicht mehr für das internetsurfen verwendet werden, und wenn, nur mit nachzurüstender firewall, die eingehenden datenverkehr blockt .

Der browser - einfallstor für schadsoftware - Dazu schrieb die computerzeitschrift c't 12/2009: "Der vermutlich wichtigste tipp ist, den Internet Explorer außer etwa zur verwaltung der Microsoft-updates in einer dunklen ecke verstauben zu lassen und stattdessen eine der zahlreichen alternativen wie Firefox, Opera, Safari oder Chrome zu benutzen." Er hat sich durch seine tiefe verankerung im betriebssystem schon lang als hochgradiges sicherheitsrisiko erwiesen. Microsoft selbst kommt mit dem stopfen von sicherheitslücken kaum noch nach. Dies resultiert vor allem aus der MS-eigenen Active-X-technologie.
Nun hat sich der IE-marktanteil vor allem in Deutschland in jüngster zeit rapide nach unten entwickelt. Die allerneueste IE-version kopiert letztlich nur, was die konkurrenz längst vorgemacht hat. Dennoch ist der IE ein stück handlicher und auch sicherer geworden. Nachteil: Die allerneueste version 9 läuft nur noch unter Vista bzw. W7.

Firefox Mozilla hat die versionierung der releases geändert und die updates gibt es in kürzeren abständen. Version 6 kommt aber immer noch etwas behäbig daher im direkten vergleich. Noch gilt die charakterisierung "bloatware". Besserung wurde für den nächsten großen versionssprung angekündigt. Richtig ist aber auch nach wie vor: Kein mensch, der noch alle fünf sinne beisammen hat, braucht mehr als drei, vier, vielleicht fünf FF-extensions. Open source hin oder her. Und wer glaubt, unbedingt mit 10 oder mehr geöffneten tabs surfen zu müssen?
Die geo-lokalisation gehört mittlerweile zum zweifelhaft guten browserton, egal ob stationär oder mobil. Das feature ist standardmäßig und ungefragt bei benutzung des FF aktiv. Wem es unangenehm ist, das klo hinterm haus als aufenthaltsort während des surfens preiszugeben, schaltet es ab: Nämlich indem man in die adresszeile "about:config" eintippt und im filterfeld nach "geo.enable" sucht. Ein doppelklick darauf schaltet die funktion ("false") ab. Die Firefox-benutzung, d.h. die Mozilla-familie, liegt auf dieser website inzwischen bei rund 80 prozent!

Smartphonebenutzer sind sogar noch schlimmer dran, da kaum jemand weiß, welche der installierten apps andauernd alle möglichen daten in die welt schicken.

Chrome & Iron Benutzer des Google-browsers Chrome müssen zur kenntnis nehmen, dass dieser zwar sehr schnell arbeitet, aber auch andauernd alle möglichen daten über die surf- und nutzungsgewohnheiten nach hause funkt. Im unterschied zu den ersten mit heißer nadel gestrickten versionen kann man das alles nun auch abstellen.
Doch warum sich die mühe machen: Zum glück gibt es eine alternative ohne eingebautes telefon: SRWare Iron basiert auf dem gleichen offenen quelltext Chromium, gibt sich informations- und datenschutztechnisch aber viel diskreter. Mehr darüber auf der website des herstellers SRWare. Aktuell ist zzt. die version 14.0.850.0. Updates müssen manuell erledigt werden.
Eine portable version ist erhältlich, extensions und themes sind auch verfügbar. Nach eingabe von "about:flags" erhält man einige einstellungsmöglichkeiten, deren funktionen und nutzen sich aber nicht immer erschließt. Eine ordentliche druckvorschau hat er leider immer noch nicht an bord, ob ein entsprechender eintrag dies vermuten lässt. Die so unglaublich wichtige geo-lokalisation schaltet man hier unter "optionen/content-einstellungen/standort" ab!

Die voreingestellte "Google instant-suche" ist ein weiteres und eher ärgerliches gadget, ein typisches nullfeature. Den vorteil davon, dass fundstellen ohne die ENTER-taste einige zehntelsekunden schneller und - angeblich - in echtzeit während des eintippens angezeigt werden, kennt Google allein. Abgesehen davon, dass man noch weniger als ohnehin schon erfährt, welcher algorithmus für die treffervorschläge verantwortlich sein mag, gehört es deshalb in den "sucheinstellungen" deaktiviert. Man kann das verhalten auch dauerhaft abschalten, muss dafür aber ein Google-konto eröffnen - honi soit qui mal y pense...

Opera ist ähnlich wie Chrome rasend schnell, zeigt aber seiteninhalte gegenüber anderen browsern evtl. leicht unterschiedlich an, auch javascript wird u.u. anders interpretiert, die folge: Gar nichts geht. Dabei bringt Opera einige features mit, die andere nicht haben, so den Bit-Torrent-client, sogar einen eigenen server und ebenso einen mail-client. Die oberfläche ist vielfach konfigurierbar. Auch hier gilt es, in den voreinstellungen die geo-lokalisation zu deaktivieren! Der marktanteil dieses browsers ist allerdings nur in apothekereinheiten messbar, so auch bei match-cut.de.

Firewalls Personal- oder desktop-firewalls sind nicht nur lästig durch ständig aufpoppende und nicht nur für nicht-fachleute unverständliche oder sogar falsche botschaften. Sie sind eine zweischneidige sache und können in trügerischer sicherheit wiegen, im endeffekt das gegenteil von dem erzielen, zu was sie eigentlich dienen sollen: nämlich besonders ausgehenden datenverkehr, z.b. von trojanern, zu kontrollieren und ggf. unerwünschten zu unterbinden. Die konfiguration einer firewall, die auch ausgehenden traffic zuverlässig analysiert, bedarf einiger aufmerksamkeit, damit sie richtig funktionieren kann.
Schon mehrfach hat das computermagazin c't über dieses thema berichtet, zuletzt wieder in 23/2010, s 126ff. Erneut ernüchterndes fazit der redakteure: "Ein nennenswertes plus an sicherheit bieten die getesteten personal-firewall nicht. Mit der Windows-firewall, einem virenscanner und einer guten versionspflege der installierten anwendungen ist man in allen situationen hinreichend vor eingehenden zugriffsversuchen geschützt. ... Setzt man zu hause einen router ein, muss man sich um eingehende verbindungen in aller regel ohnehin nicht kümmern. ... Einen praxistauglichen schutz vor ausgehenden verbindungen bieten auch die testkandidaten nicht. ... Auch bei sämtlichen firewall-komponenten der kostenpflichtigen komplettpakete stießen wir auf signifikante sicherheitsprobleme." Eindeutig genug.

Benutzerrechte Der autor des artikels "So viel Schutz muss sein" kommt in ausgabe 20/2011 der zeitschrift c't in zwei punkten zu dem etwas wunderlichen fazit: Windows, so wie es heutzutage standardmäßig installiert wird, ist ein sicheres system. Alles gut so, wie es ist - oder was?
Wie anders darf man das sonst verstehen? Unterschiedliche benutzerrechte - lohnt nicht mehr bei Vista/W7; verwendung einer virtuellen maschine fürs internetsurfen - riskant, weil schlendrian droht. Am risikoärmsten sei das surfen zzt. mit - ausgerechnet - Googles browser Chrome. Dabei ist die dort eingebaute sandbox, die anwendungen in einer virtualisierten umgebung ausführt, auch schon längst von schadsoftware ausgetrickst worden. Das sammeln von surf- und nutzungsdaten durch Chrome ist dem autor dagegen keine zeile wert.
Seltsam nur, dass andere betriebssysteme wirkliche mehrbenutzersysteme mit ausgefeilter rechtevergabe sind bzw. schon lange waren. Die sind demnach alle auf dem holzweg.

Also weiter als admin durch die Microsoft-welt? Nein - bloß weil es sich bei der Windows-installation so ergibt und es so schön bequem ist, macht ein benutzerkonto mit weniger rechten immer noch sinn!
Bei Vista und Windows 7 sorgt die benutzerkontenkontrolle (UAC) dafür, dass der Administrator standardmäßig nicht über alle rechte verfügt. Ob einem aber das wegklicken von meldungen wie "Wollen Sie... zulassen?", "Fortfahren mit...?" usw. sicher genug ist, mag jede(r) selbst beurteilen. Nach ansicht von fachleuten fällt die benutzerkontenkontrolle bei W7 sogar schwächer aus als die vom ungeliebten vorgänger Vista, da Microsoft für W7 die allgegenwärtigen sicherheitswarnungen als nervfaktoren etwas zurückgenommen hat. In der systemsteuerung kann man die empfindlichkeit an einem regler einstellen.

Das arbeiten mit weniger benutzerrechten hat je nach verwendeten programmen und programmversionen mitunter seltsame nebenwirkungen, weil nach wie vor sehr viele hersteller von Windows-anwendungen aus bequemlichkeits- oder kostengründen ihre software nicht darauf angepasst haben. So werden etwa persönliche programmeinstellungen nicht permanent gespeichert, weil die zuständige datei von minderberechtigten anwendern nicht geändert werden darf oder die updatefunktionen sind außer betrieb. Hier gäbe es für MS genügend zu tun, anstatt desktop-oberflächen in smartphone-optik zu verwandeln.

Wer etwas vertraut ist mit der computerei, kann sich aber auch so abhilfe schaffen: Schalten Sie die UAC ab! Dazu richtet man - wie auch für W2K und XP empfohlen - für die online-aktivitäten einen minderberechtigten einfachen "Benutzer" ein! Das macht man in der systemsteuerung unter "Benutzerkonten".
Als erste maßnahme fügen Sie dort einen "Standardbenutzer" hinzu. Anschließend legt man fest, wer auf dem computer etwas zu suchen haben darf: also der "Administrator" und ggf. in einer domäne die "Administratoren" sowie der/die minderberechtigte(n) "Benutzer", hier evtl. ein konkreter name. In den sicherheitseinstellungen aller festplattenpartitionen und besonders der systempartition (rechtsklick: eigenschaften - sicherheit) wird der gruppen- und benutzernamen "Jeder" entfernt. Denn auf dem eigenen PC hat nicht "Jeder" etwas verloren! Ein klick auf den jeweiligen benutzer zeigt an, was diesen erlaubt ist: Ein normaler benutzer darf "lesen", "lesen/ausführen" und "ordnerinhalt anzeigen". Mehr häkchen werden nur gesetzt, wenn es spezielle ordner oder dateien betrifft.
Bei XP steht außer einem schlichten "Benutzer" auch ein "Hauptbenutzer" zur verfügung. Der darf standardmäßig einiges mehr als ein "Benutzer", so auch software installieren. Hier muss man abwägen, was einem wichtig ist. Vorsicht walten lassen muss man in den sicherheitseinstellungen der benutzereigenschaften. Denn explizite verbote haben für Windows priorität vor erlaubtem! Es kann also passieren, dass man sich rechtetechnisch betrachtet ungewollt selbst aus dem system hinauswirft! Es empfiehlt sich, rat einzuholen.
Angewöhnen muss man sich vor allem bei der softwareinstallation, in den Admin zu wechseln. Manche anwendung kann man auch vorübergehend "ausführen als" solcher. Neu installierte software sollte man wenigstens einmal kurz starten - wozu man meistens ohnehin aufgefordert wird. Dann kann auch der einfacher Benutzer sie in der regel ohne probleme anwenden.
Dieser einfache benutzer braucht im regelfall nur die gewalt über den browser und die installierten plug-ins; dazu evtl. ein schreibprogramm für die schnelle notiz zwischendurch sowie einen mediaplayer und ggf. instant-messenger. Alles andere ist beim surfen entbehrlich!

Aber keine falschen illusionen: Die tatsache, dass der einfache benutzer nicht mehr versehentlich schadsoftware installieren oder systembestandteile durcheinanderbringen kann, ist zwar eine notwendige voraussetzung, aber keine garantie für sicheres surfen und ersetzt auch angesichts von technisch anders gearteten bedrohungen nicht die allgemeinen vorsichtsregeln!

Internetbanking Zum diesem thema, den risiken durch trojaner- oder "man-in-the-middle"-angriffe, muss ich mich ausschweigen, da ich mich daran nicht beteilige.

Risiko Javascript Die meisten websites benutzen heute javascript. Schon beim bloßen ansurfen einer website kann schadsoftware nachgeladen werden, da javascript grundsätzlich immer vom browser ausgeführt wird.
Grundsätzlich kann man javascript - je nach browser - ganz oder gezielt beim besuch auf dubiosen websites ausschalten. Man muss sich aber darüber klar sein, dass das internet dann zwar noch "inter", aber nicht mehr "aktiv" ist und die meisten websites kaum benutzbar sind. Benutzer des Firefox können die erweiterung NoScript installieren. Die blockiert zunächst alle aktiven inhalte und gibt per whitelist javascript sowie flashanimationen frei; im übrigen auch nur temporär. NoScript ist ein durchaus sinnvolles tool, unbedarfte benutzer sind aber vermutlich wegen der ständig aufpoppenden meldungen überfordert. Darum kann es hier nur heißen: augen auf, gehirn einschalten!

Auch Windows Active-X ist eine echte bedrohung im verbund mit der benutzung des IE. Bei benutzung eines anderen browsers hat man zumindest diese sorge nicht.

Javascript & PDF Bei der diskussion um die browsersicherheit leicht übersehen wird, dass auch der Adobe Acrobat bzw. der Adobe Reader javascript beherrschen und externe anwendungen in PDF-dokumenten nachladen und starten können!
Das PDF-format wurde von Adobe ursprünglich als seitenbeschreibungssprache eingeführt, um auf unterschiedlichen betriebssystemen und mit unterschiedlichen anwendungen erzeugte dokumente überall so anzuzeigen, wie der urheber sich das vorstellte. Die große verbreitung verdankt sich dem umstand, dass die firma die zum lesen erforderliche software, den Reader, kostenlos verteilte. Besonders in der druckvorstufe ist PDF der standard.

Ungezählte dokumente werden im internet als PDF, sozusagen als unveränderliches archivformat, zum download angeboten. Für diesen zweck brauchen geschätzte 95 prozent alle user überhaupt kein javascript, also sollte es grundsätzlich ausgeschaltet sein. Doch obacht: Nach software-updates die einstellungen kontrollieren! Vor allem beim Acrobat ist javascript meistens still und heimlich wieder aktiv.

Der Adobe Reader, klassischer PDF-betrachter, ist inzwischen viel geschmäht worden für seine trägheit und aufgeblasenheit, immer mehr features kommen hinzu, sicherheitslöcher entstehen, die Adobe traditionell erst mit viel zeitlicher verzögerung stopft. Im internet sind PDF-tools, bloße reader und bearbeitungsprogramme, verfügbar, z.b. Sumatra PDF, ein sehr schlanker nur-reader ohne weitere features, Foxit Reader, freeware, leider eher behäbig und die meinugen darüber gehen auseinander, sowie PDF Xchange Viewer von Tracker Software. Von diesem gibt es eine free- sowie eine professionalversion gegen bezahlung, die in etwa dem teuren Adobe Acrobat gleicht. Die freeversion reicht hier völlig aus und ist standardmäßig erheblich besser ausgestattet als der Adobe Reader! Javascript kann und muss man hier jedoch auch ausschalten!
Allgemeiner nachteil der schlichten PDF-reader: Dokumente mit ausgedehnter bookmark-navigation oder gar ebenentechnik, eingebetteten mediendateien erschließen sich nicht oder nicht korrekt.

Cookies Viele websites verwenden cookies, kleine textdateien, um besucher identifizieren zu können, manche setzen das zulassen von cookies zwingend voraus, webshops funktionieren z.b. selten ohne sie. Das "verräterpotenzial" ist aber eher geringer als die geo-lokalisation. Und moderne browser löschen auf wunsch cookies beim beenden des programms, für bestimmte wichtige websites kann man sie grundsätzlich zulassen, daher kann man das setzen von cookies für die sitzung ruhig erlauben.

SOL Der weit verbreitete Adobe- (früher: Macromedia) Flashplayer schreibt ungefragt und ungehindert dateien in ein verzeichnis, die ebenso wie normale text-cookies besucher identifizieren können. Sie sind unter dem begriff super-cookies bekannt geworden.
Im unterschied zu den gewöhnlichen cookies gibt es bisher keine routine, diese aufzuspüren und automatisiert zu löschen. Auf einem standard W2K- oder XP-system werden in dem pfad C:\Dokumente und Einstellungen\<benutzername>\Anwendungsdaten\Macromedia dateien mit der endung *.sol abgelegt. Auf W7-systemen findet man diese im verzeichnis AppData\Roaming\Macromedia. Sie bewirken unter anderem, dass beim besuch einer YouTube-seite die lautstärke bei benutzung des flashplayers immer auf dem gleichen level bleibt. Zwar kann man den inhalt des gesamten verzeichnisses schadlos löschen, die dateien werden jedoch immer wieder neu erstellt, wenn in den eigenschaften des flashplayers nicht entsprechend alle berechtigungen desselben abgeschaltet werden - nichts schwieriges, aber umständlich und immer wieder zu erledigen. Das verzeichnis gegen schreibzugriffe zu sperren, ist nicht möglich.
Die bisher nur online auf der Adobe-website mögliche verwaltung spezifischer einstellungen ist neuerdings in die systemsteuerung verlagert worden, aber nicht unbedingt einleuchtender.

Virenscanner Grundsätzlich gesprochen wird die bedeutung von virenscannern gehörig überschätzt. Das das bild so bleibt, daran haben die hersteller natürlich ein interesse. Im zeitalter von spionageanwendungen sind etwas wissen darüber und tools zu deren entdeckung und entschärfung viel bedeutender. Dennoch, ein virenscanner gehört auf jeden PC. Das gesamte system, d.h. alle dateien, muss regelmäßig gecheckt werden. Das setzt aber voraus, dass der virenscanner immer auf dem aktuellsten stand ist, d.h. signaturdateien müssen regelmäßig, je nach programmanbieter täglich oder sogar stündlich, nachgeladen werden. Unterbleibt dies, nützt das beste programm nichts.
Der virenscannertest der c't-redaktion aus heft 25/2010 fiel äußerst durchwachsen aus im hinblick auf die erkennungs- und säuberungsraten. Wie jedoch immer wieder in fachzeitschriften zu lesen ist, tun kostenlose scanner gute bis sehr gute dienste, jährlich neu aufgelegte teure programmsuiten fallen dagegen in tests durch, weil sie häufig nicht einmal mit dem neuesten betriebssystem umgehen können.
Wer zwei scanner unabhängig voneinander einsetzt, handelt also vorbildlich.

Live-CD Wer als Windows-anwender tatsächlich risikolos surfen will und eine gewisse umgewöhnung nicht scheut, kann das kostenlos erhältliche mini-linux-system Knoppix (links via Google) direkt von CD bzw. DVD benutzen. Je nach eigenem geldinstitut soll auch internetbanking damit möglich sein.

Virtuell Die verbreitung von leistungsstarken prozessoren in verbindung mit mehr als ausreichendem arbeitsspeicher besonders bei 64-bit-systemen (4 GB oder mehr) versetzt einen heute in die lage, unter verwendung einer virtualisierungssoftware, die verschiedene betriebssysteme beherbergen kann, ungefährdet wie im reagenzglas mit testsoftware oder systemkonfigurationen zu experimentieren, ohne dass der "eigentliche" rechner schaden nimmt (es sei denn über ein gemeinsames verzeichnis zum leichtfertigen dateiaustausch!). Bei bedarf wird die virtuelle maschine einfach zurückgesetzt.

Zunehmend bedrohlicher wird die situation, je stärker sich sogenannte "rootkits" verbreiten, programme, die sich bestimmten Windows-prozessen entziehen und alles daran setzen, auf dem wirtssystem möglichst unerkannt zu bleiben, ja sogar firewalls und virenscanner außer betrieb setzen, um spionagetätigkeiten nachzugehen oder etwa das befallene system als unfreiwillige spam-schleuder zu missbrauchen.
Das horrorszenario von der unterwanderung eines PC-systems durch einen rootkit-eindringling, der das wirtssystem im laufenden betrieb in eine virtuelle maschine abschiebt und darunter - unbemerkt vom arglosen benutzer, der seinen nunmehr kompromittierten desktop zu sehen bekommt - seinen unlauteren tätigkeiten nachgeht, ist mittlerweile im test als gangbar nachgewiesen worden (quelle: heise newsletter). Noch ist nicht völlig klar, wie die dinge sich entwickeln werden. Auf der website der c't wird sehr allgemeinverständlich erklärt, was rootkits sind und wie sie funktionieren. Analysetools sind im internet verfügbar, so etwa
- Sysinternals Rootkit Revealer
- AVG Antirootkit
- F-Secure Blacklight
- Gmer
sowie
- Rootkit Unhooker.
Manches dieser werkzeuge ist noch in der entwicklungsphase. Und es ist ratsam, gleich mehrere einzusetzen, da keines dieser tools alle schädlinge erkannt hat bzw. imstande war, sie unschädlich zu machen. Auch ist das deuten der scanergebnisse nicht leicht für laien. Im anschluss an eine solche therapie muss ein virenscanner die nun sichtbaren bestandteile eines rootkits eliminieren.

Analysetools Wer sich etwas auskennt, sollte für den fall der fälle werkzeuge zur hand haben:
- Die benutzung eines spione- und trojanerscanners ist heutzutage fast noch bedeutsamer als die eines virenscanners. SpyBot Search & Destroy ist ein solches instrument. Benutzer von Windows 2000 finden darin auch ein verzeichnis automatisch mit Windows startender anwendungen, wofür es unter XP wie auch Vista und W7 das programm MS-Config gibt. Auf der SPYBOT-homepage gibt es auch den Run Alyzer, der anwendungen und dienste anzeigt, die gewollt oder ungewollt mit Windows gestartet werden. Das programm kann außerdem durch booten des computers von außerhalb ein ruhendes Windows unter die lupe nehmen und so rootkits aufspüren helfen.
- Zum checken verdächtiger dateien dient der FileAlyzer, ebenfalls auf der SPYBOT-website im download erhältlich. Nützlich, wenn man per mail erhaltene archivdateien wie ZIP oder RAR überprüfen will, was drinnen ist, da es sich um eine anwendung handeln könnte.
- Welche programme oder dienste zusammen mit Windows starten, erfährt man auch durch Autostarts von Sysinternals.
- Der Process Explorer von Sysinternals, die von Microsoft übernommen wurden, sagt einem besser als der Windows-eigene Taskmanager, welche programme und dienste während des betriebs von Windows laufen, welche prozessorressourcen sie beanspruchen, wohin ihre programmpfade führen und einiges mehr. Alle möglichen tools gibt es im paket als "Sysinternals Suite"; mehr bei Microsoft! Die tools sind unter den angegebenen namen auch einzeln leicht im internet zu finden.

Resümee Es ist nicht zu erwarten, dass es jemals das universalwerkzeug gerade gegen solche schadsoftware geben wird und dass es einiger arbeit und beschäftigung mit der materie bedarf, um diese schädlinge aufzuspüren und wieder loszuwerden.
Vor allem, wenn online-banking- oder geschäftsdaten auf den spiel stehen, dürften normalbenutzer bei konkretem verdacht auf einen rootkit- oder auch einen "simplen" trojaner-befall überfordert und somit besser beraten sein, das system mittels eines sauberen und zeitnahen backups wiederherzustellen, als eine womöglich aufwändige säuberung zu unternehmen.

Backup Regelmäßig erstellte sicherungen der eigenen daten und deren verwahrung außerhalb der festplatte sind nicht nur aus diesem grund sinnvoll, sondern auch bei einem "normalen" festplattencrash zu gebrauchen. Ein solches backup umfasst sinvollerweise ein frisch installiertes system, einschließlich aller gerade aktuellen treiber und updates sowie der persönlich benötigten software.

Windows bietet backups auf XP und neueres systemen in form der systemwiederherstellung an. Dabei werden z.b. vor der installation neuer programme punkte gesetzt, schnappschüsse des systemzustands gemacht, zu dem man bei bedarf zurückgehen kann. Alle danach gemachten änderungen oder schäden sind dann verschwunden.
Wer hier jedoch nur eine festplattenpartition besitzt, wie bei PCs mit vorinstalliertem betriebssystem üblich, läuft gefahr, seine eigenen daten zu überschreiben. Sehen Sie mal auf Ihrem "Arbeitsplatz" oder im Win-Explorer nach, wie viele partitionen es dort gibt und wie groß sie sind!

Bild - Abbild Praktischerweise arbeitet man deshalb mit wenigstens zwei festplattenpartitionen. Deren größe hängt von der gesamtgröße der festplatte ab. Bei modernen systemen kommt man leicht auf 200, 300 oder mehr gigabyte, sodass die partitionsgrößen kaum eine rolle mehr spielen.
Auf der systempartition (bei Windows standardmäßig C:\) kommen das betriebssystem sowie alle anwendungsprogramme unter. Auf der zweiten partition (in der regel D:\) alle selbst erstellten dateien und dokumente - bilder, textdokumente, musik, filme etc.
Wie eine festplatte partitioniert wird, hängt wiederrum davon ab, ob das betriebssystem schon vorinstalliert war oder die platte noch nackig ist. Eine anleitung kann ich an dieser stelle nicht geben. Für mehr dazu, auch welche software geeignet ist, bitte unter den stichwörtern "partition" bzw. "partitionierung" im internet nachsehen!

Für das eigentliche backup empfiehlt sich die verwendung eines imaging-programmes, das ein abbild des systemzustandes, ja der kompletten partition C:\ erstellt. Wird das backup benötigt und zurückgespielt, bleiben die eigenen daten auf D:\ unangetastet. Lediglich die seit erstellung des images erschienenen updates muss man natürlich nachinstallieren. Es gibt eine reihe auch kostenloser programme dafür. Die prominentesten und sehr einfach zu bedienenden sind zweifellos Ghost (von Symantec) und True Image von Acronis.
Als nebenbemerkung: Benutzt man Thunderbird als e-mailprogramm, sollte man nach der installation den speicerort der ein- und ausgegangenen mails manuell auf die datenpartition verlagern! Denn beim zurückspielen eines images werden sonst alle eigenen e-mails - weil von Thunderbird standardmäßig auf C:\ abgelegt - überschrieben und sind weg!

Empfehlenswert ist ferner ein backup der Windows-registry, der registierdatenbank, wohinein sich nahezu jeder schädling einnistet, im sauberen zustand, versteht sich.

Information Auf dem laufenden zu bleiben, ist von vorteil. Darum sollte man häufiger mal zu einer fachzeitschrift greifen. Auf beiliegenden CDs erhält man zudem kosenlos(e) software, so auch die meisten der o.g. tools:
- c't Magazin für Computertechnik (14-tägig), www.heise.de/ct; dort kann auch der Security Newsletter abonniert werden;
- PC-Welt (monatlich), www.pcwelt.de

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