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The Prisoner Nummer 6 Serien
gehören zum bodensatz des fernsehens, omnipräsent und so unendlich
wie das medium selbst. Die wenigsten kratzen auch nur an der unterseite
unserer aufmerksamkeitsschwelle. Fantastisches
fernsehen
FEEDBACK |
Musik
und tanz werden ausgerufen: "Alle bürger nehmen zur kenntnis,
dass karneval verfügt ist!" - unbezahlbare worte dies. Die todesstrafe
wird gegen ihn verhängt. Nummer Sechs flieht vor der johlenden und
kostümierten menge, durch labyrinthische gänge und zimmer mit
halbdurchsichtigen spiegeln und geisterhaft arbeitenden fernschreibern.
Unterstützung erhält er, interessanterweise, von Nummer Zwei
- einer frau diesmal. Sie will Nummer Sechs für sich gewinnen und
weiß, dass hier der mob wütet. Der originaltitel macht sinn: "Totentanz". Tot im sinne von intellektualität und eigeninitiative sind alle im Ort, agenten des herrschenden glaubens oder staffage. Diese episode bewirkt phasenweise wirklich beste irritation. Das ende dieser episode liest sich laut drehbuch anders als schließlich realisiert, wurde aber keineswegs "durchschaubarer". McGoohan hat mehrmals betont, dass er Kafka nicht gelesen habe. Jedoch spricht einiges dafür, dass der film von Orson Welles DER PROZESS (1962, u.a mit Anthony Perkins, Jeanne Moreau) bei dieser episode pate gestanden hat.
Theater gespielt wird deutlich sichtbar in der episode "Pas de deux". "Die ganze welt ist eine bühne", sind die worte von Nummer Zwei. Der set besteht aus einer solchen, die lichtregie ist sichtbar. Aus praktischen gründen ist die erzählte zeit gerafft. Dialoge überwiegen. Hervorragende kameraarbeit und montage verhindern den effekt einer guckkastenbühne.
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"Pas de deux" ist kammerspiel, psychotherapie (bühne des lebens) und machtpoker in einem - spiel bis zum tödlichen ausgang. Groß ist der erfolgsdruck auf Nummer Zwei, als er sich für die maßnahme der "Extremen Absoluten Position" entschließt. Der abgeschottete raum - der Embryoraum - ist der Ort im ort. Leo McKerns Nummer Zwei ist schulterklopfend jovial und eine der besten besetzungen. Regie führt McGoohan und es ist klar, hier hat er freie hand. So gut gelungen ist es ihm mit dem schluss, "Demaskierung", nicht wieder, wo ihm doch einiges aus dem ruder läuft. Die beiden letzten episoden lösen die serie buchstäblich auf. Die handlung zerfasert, die sache wird sehr zerebral. |
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"Wir sehen uns!" oder L'année dernière au Village · The Prisoner · Nummer 6 | |||
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