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The
Prisoner Nummer 6
Serien
gehören zum bodensatz des fernsehens, omnipräsent und so unendlich
wie das medium selbst. Die wenigsten kratzen auch nur an der unterseite
unserer aufmerksamkeitsschwelle.
UNWAHRSCHEINLICHE
GESCHICHTEN war eine,
die es tat, der klassiker TWILIGHT ZONE.
Dieser titel steht ein für alles, was mit dem begriff TV-magic
verbunden
ist.
Fantastisches
fernsehen
der 60er jahre, das ist
auch eine beschwörende formel: "Wir
sehen uns!"
oder L'année dernière
au Village:

AUTOREN |
DAVE BARRIE  |
FRANK T. BITTERHOF  |
TOBIAS BECKER  |
M. KEITH BOOKER  |
MICHAEL BRÜNE  |
ANTHONY DAVIS  |
PATRICK DUCHER  |
ROBERT FAIRCLOUGH  |
HOWARD FOY  |
GUILLAUME GRANIER  |
LARRY HALL  |
HARALD KELLER  |
ROGER LANGLEY  |
MOOR LARKIN  |
KEVIN P. MAHONEY  |
RICK McGRATH  |
JANA MÜLLER  |
STEVEN RICKS  |
CHRIS RODLEY  |
ZIAUDDINE SARDAR  |
CHRISTOPH WINDER  |
VALARIE ZIEGLER  |
| |
INTERVIEWS |
DAVE BARRIE  |
TIM BOURNE  |
MAX HORA  |
STEVE RAINES  |
BERND RUMPF  |
MIKE TOMKIES MIT
PATRICK McGOOHAN  |
WARNER TROYER MIT
PATRICK McGOOHAN
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FEEDBACK
Der Link zu Dir ist schon
lange auf der
Lotus-Super-7.com, da
Du einfach die beste Seite
zum Thema
"The Prisoner" hast.
Robert R.
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ETÜDE IN "S"
Die
handlung in "Die Anklage" ist nur ein vorwand, um die
surrealen qualitäten der wirklichkeit zum vorschein zu bringen. Hat
"Der Prozeß" bei Kafka seinen ort nicht in
einem gerichtsgebäude, sondern in verwinkelten dachkammern
und hinterzimmern. Hier ist es das rathaus, das natürlich kein
wirkliches rathaus ist. Wie Nummer Zwei sagt, wird es gewöhnlich
für "amateurtheater" genutzt. |
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2 PRIVATE
DUNKLE TRÄUME UND LANGE SCHATTEN: DIE ANKLAGE
ORSON WELLES'
FILM DER PROZESS
Musik
und tanz werden ausgerufen: "Alle bürger nehmen zur kenntnis,
dass karneval verfügt ist!" - unbezahlbare worte dies.
Und auch der karneval ist keiner. Das ganze kippt plötzlich um in
einen grotesken prozess gegen Nummer Sechs, weil er illegalerweise ein
radio besaß; wird zur farce eines schnellgerichtes der Französischen
Revolution und absurdes theater.
Die todesstrafe
wird gegen ihn verhängt. Nummer Sechs flieht vor der johlenden und
kostümierten menge, durch labyrinthische gänge und zimmer mit
halbdurchsichtigen spiegeln und geisterhaft arbeitenden fernschreibern.
Unterstützung erhält er, interessanterweise, von Nummer Zwei
- einer frau diesmal. Sie will Nummer Sechs für sich gewinnen und
weiß, dass hier der mob wütet.
Immer wieder
unterstrichen: Nummer Sechs ist ein privilegierter gefangener. "Die
hülle nicht beschädigen", wird den ärzten eingeschärft. Der originaltitel
macht sinn: "Totentanz". Tot im sinne von intellektualität
und eigeninitiative sind alle im Ort, agenten des herrschenden glaubens
oder staffage. Diese episode bewirkt phasenweise wirklich beste irritation.
Das ende dieser episode liest sich laut drehbuch anders als schließlich
realisiert, wurde aber keineswegs "durchschaubarer". McGoohan
hat mehrmals betont, dass er Kafka nicht gelesen habe. Jedoch spricht
einiges dafür, dass der film von Orson Welles DER PROZESS (1962, u.a mit Anthony Perkins, Jeanne Moreau) bei dieser episode pate
gestanden hat.

Theater gespielt
wird deutlich sichtbar in der episode "Pas de deux". "Die
ganze welt ist eine bühne", sind die worte von Nummer Zwei.
Der set besteht aus einer solchen, die lichtregie ist sichtbar. Aus praktischen
gründen ist die erzählte zeit gerafft. Dialoge überwiegen.
Hervorragende kameraarbeit und montage verhindern den effekt einer guckkastenbühne.
"Pas
de deux" ist kammerspiel, psychotherapie (bühne des lebens)
und machtpoker in einem - spiel bis zum tödlichen ausgang.
Groß
ist der erfolgsdruck auf Nummer Zwei, als er sich für die maßnahme
der "Extremen Absoluten Position" entschließt. Der abgeschottete
raum - der Embryoraum - ist der Ort im ort. Leo McKerns Nummer
Zwei ist schulterklopfend jovial und eine der besten besetzungen. Regie
führt McGoohan und es ist klar, hier hat er freie hand. So gut gelungen
ist es ihm mit dem schluss, "Demaskierung", nicht wieder, wo
ihm doch einiges aus dem ruder läuft. Die beiden letzten episoden
lösen die serie buchstäblich auf. Die handlung zerfasert, die
sache wird sehr zerebral. |
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