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"MUSIK
SAGT ALLES" (Village-slogan)
ALTES
CD-SET _ _
tracks
CD 1 - tracks
CD 2 - tracks
CD 3
NEUES
CD-SET _ _
DIE
ZUSAMMENSTELLUNG DER TRACKS IM NEUEN SET IST UNTERSCHIEDLICH,
AUSSERDEM ENTHALTEN SIND AUCH DIALOGAUSSCHNITTE
DIE
RON-GRAINER-STORY
41
jahre ist es her, seit die titelmusik für NUMMER 6 in
den Denham-Studios von Middlesex in der nacht zum Sonntag, des 5.
März 1967 aufgenommen wurde. Seit mitte des jahres zuvor war
man damit beschäftigt gewesen, und in den dazwischen liegenden
monaten waren zwei ansätze verworfen worden.
Das
erste titelstück stammte von Robert Farnon, dessen mächtiges
thema sich an motiven des klassischen westerns THE BIG COUNTRY orientierte.
Diese version stieß jedoch sofort auf ablehnung. Daraufhin
wurde Wilfred Josephs beauftragt, eine alternative zu finden.
Sein aufmüpfiges, forderndes thema klang beinahe dissonant.
Immerhin überlebte es als anwärter bis in die zeit der
post-production.
Wer
die alternative version der episode "Die Glocken von
Big Ben" gesehen hat, hat auch Josephs stück zu beginn
der episode gehört. Und wer die originalkomposition nicht im
ohr hat, findet eine gemäßigtere version davon in "Die
Ankunft", und zwar, als Nummer Sechs am swimming pool samt
badender schönheiten vorbeigeht. Hier erklingt das Josephs-stück
im hintergrund.

Inzwischen
hatte man sich auch an Ron Grainer gewandt. Eric Mival, bei
NUMMER 6 verantwortlich für die musikauswahl, erinnert sich,
dass Grainer das titelthema aufgriff, als McGoohan es vor
sich her pfiff! Grainer machte sich an die arbeit und entwarf zuerst
eine ruhige cembalo-fassung des späteren titelthemas.
Die
frühere Grainer-version trug den arbeitstitel "The
Age of Elegance". Wer sich mit filmen und musik auskennt,
dem dürfte der filmtitel DER OMEGA-MANN von 1971 bekannt sein,
in der Charlton Heston die hauptrolle spielt. Die musik stammte
von Ron Grainer, manche passagen haben eine starke ähnlichkeit
mit seinem NUMMER-6-thema. Drei jahre vor seinem tod gab er zu,
dass da eine gewisse ähnlichkeit war, und er erzählte
von seiner vorliebe für musikalische "modellsequenzen".
"The Age of Elegance" ist auch auf den SilvaScreen-CDs
enthalten, im booklet gibt es informationen dazu.
SIX
OF ONE, die Prisoner Appreciation Society, produzierte 1987
eine flexidisc mit dem "Elegance"-stück. Larry Hall
schrieb damals in den liner-notes: "Seine ursprünge
liegen im dunkeln, aber das arrangement hat einen ähnlichen
aufbau wie die gewohnte fassung, die mehr up-tempo ist. Daraus kann
man schließen, dass dies Grainers originale version des thema
war. Es wird angenommen, dass Patrick McGoohan die melodie beisteuerte
und eine verschärfte kombination von instrumentierung und tempo
haben wollte."
Das
NUMMER-6-titelstück erschien 1978 erstmals auf einer vinyl-EP,
produziert von SIX OF ONE. Allerdings stammte das
stück von einem ITC-masterband der episode "Die Ankunft"
und enthielt also auch die toneffekte. Auf dieser inzwischen gefragten
aufnahme hört man demnach das röhren des fahrzeugmotors,
den ticketautomat an der einfahrt zur tiefgarage und so weiter.
Ohne diese effekte erschien das titelstück erst 1985 auf platte.
BAM-CARUSO veröffentlichte später einen sampler mit musik
aus der serie. Und es gab sogar eine bootleg-CD des BAM-CARUSO-albums.
1989
erschien von SilvaScreen ein PRISONER-sampler, diesmal auch als
cassette und CD erhältlich. Und seitdem sind viele weitere
veröffentlichungen mit PRISONER-musik erschienen, die hier
nicht alle genannt werden können.
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VON
1986 STAMMT DIESER PRISONER-LP-SOUNDTRACK AUF VINYL, ERSCHIENEN
BEI BAM-CARUSO. DANK AN HEINZ WIPPERFÜRTH FÜR DAS BILDMATERIAL
Eine
version des titelthemas darf freilich nicht vergessen werden. 1967
veröffentlichte RCA Victor "The Prisoner" vom
Ron-Grainer-Orchester. Dabei handelte es sich aber um eine kommerzielle
version des themas, die eindeutig auf die charts zielte. Sie hatte
nur noch wenig ähnlichkeit mit dem stück, das wir alle
kennen und schätzen.
Diese version wurde im September 1967 in den RCA-studios in London
aufgenommen, gerade einmal 14 tage, bevor die serie auf die fernsehschirme
kommen sollte. Anzunehmen, dass Grainer und RCA sich einen hit versprachen,
denn man erwartete, dass die fernsehserie ein ein großer erfolg
würde. Daraus wurde dann leider nichts, die serie war beim
durchschnittspublikum kein erfolg. Und so blieb die single eher
unbeachtet.
Das
arrangement ist recht jazzig und das stück klingt eher laut
und roh im ohr. Im mittelteil ist es sogar penetrant, dass man vergisst,
wozu es eigentlich dienen sollte. Überraschenderweise wurde
diese version aber zum gesuchten sammlerstück.
Dank
Larry Halls engagement besitzt SIX OF ONE einige originalexemplare
von Grainers handschriftlichen blättern zur RCA-veröffentlichung
der titelmusik wie auch der schlusstitel - im A3-format, mit 27,
13 bzw. 9 seiten!
Die
noten der eigentlichen titelmusik wurden im gegensatz zu dem RCA-chartstitel
nie kommerziell veröffentlicht. Er ist inzwischen unter sammlern
ebenfalls sehr gefragt und erschien 1967. Auf dem titel sieht man
McGoohan und die hubschrauber-speedbootjagd aus "Free For All".
Etwas irreführend heißt es da: "Theme from the
ATV network presentation The Prisoner". Gareth Bramley,
früher SIX OF ONE-mitglied, überließ der society
dankenswerterweise ein exemplar des 1967 von New World herausgebrachten
notenheftes.

Larry
Hall besorgte ein tape mit Grainer-aufnahmesessions, aus denen auch
das berühmte ITC-PRISONER-thema entstammt. Während dieser
sessions kam es zu mehreren takes und alternativen arrangements.
Ein solches arrangement ist auch auf den PRISONER-CDs enthalten,
hören Sie sich die titelmusik der episode "Demaskierung"
an!
Im vergleich zum gewohnten titelthema geht die musik an der stelle
weiter, wo Nummer Sechs sich nach der bewusstlosigkeit vom sofa
erhebt und auf den Ort blickt. Wer gute ohren hat, erkennt
hier einen patzer bei den bläsern. Es ist amüsant, die
verschiedenen sessions des tapes anzuhören. Man merkt, dass
die musiker mit etwas mehr übung es hätten besser machen
können. Durch die unterschiedlichen tempi und gegenläufigen
motive brauchte man mehrere versuche, bis sich das titelstück
schließlich so geglättet herausschälte. Die zeit
im studio muss auch sehr knapp gewesen sein, denn die musik zu den
bildern war noch nicht hundertprozentig perfekt, wie bei "Demaskierung"
zu hören.

Auf
Grainers manuskript des titelstücks sind einige interessante
anmerkungen. Auf dem cover listet er die instrumente auf:
2 trompeten
2 flügelhörner
2 basstrompeten
orgel
piano
2 elektrische gitarren
kesselpauken
trommel und schlagzeug.
Auf szenenmarkierungen ist z.b. festgehalten: flugfeld, fahrzeug,
Westminster Bridge, Houses Of Parliament, Pat dreht sich nach rechts,
korridor, faust auf schreibtisch. Im weiteren verlauf dann:
"Resigned"-schild (anm.: das im deutschen serienvorspann
weggelassen wurde), überblendung auf schreibmaschine, Pat
im auto, korridor, Pats titelschriftzug, zoom auf fahrzeug und "The
Prisoner". Gegen ende des stücks totengräber,
mann auf treppe, gas durch schlüsselloch, schließlich
"fällt auf bett" bei minute 1:44. Abblende
und ende dann bei minute 1:47. Das alles sieht in Grainers handschrift
extrem kompliziert aus. Dafür dass es ihm gut gelungen ist,
die vertracktheit des titelthemas der komplexität des titelvorspanns
anzupassen, hätte Grainer eine medaille verdient. Eine
kostprobe für
die, die es noch nie gehört haben (144 kB).

Das
kürzere schlussthema endet bei minute 1:07, im allgemeinen
gilt es als "straffer" als das titelthema. Und ganz sicher
bleiben die letzten takte jeder episode, wenn Rover über die
wellen gleitet, in erinnerung. Damit ist die geschichte des NUMMER-6-titelstücks
abgeschlossen. Natürlich sollen auch die anderen an der musik
zu NUMMER 6 beteiligten nicht vergessen werden, besonders zu nennen
ist hier Eric Mival.

"DOCTOR
WHO & OTHER CLASSIC RON GRAINER THEMES"
CD-SAMPLER, ERSCHIENEN IN WENIG ANSPRECHENDER VERPACKUNG BEI PLAY
IT AGAIN,
ENTHÄLT NICHT DIE ORIGINAL-TITELMUSIK, JEDOCH AUSSER "THE
AGE OF ELEGANCE"
U.A. "DER MANN MIT DEM KOFFER" UND "MAIGRET"
Wirklich
unvergesslich bleiben jedoch Grainers mitreißendes titel-
sowie das schlussthema. Grainer starb 1981. Als ehrengast war er
1978 bei einer SIX-OF-ONE-convention (im heutzutage
nicht mehr existierenden Thatched Barn Hotel in Borehamwood) aufgetreten.
Neben seinen zahlreichen fernseh- und filmmusiken erinnert man sich
natürlich vor allem an seine titelmusik für NUMMER 6.
Erschienen
im SIX-OF-ONE-magazin Number Six 29/1991; aus dem englischen
von Arno Baumgärtel
Die
bedeutendsten musikbeiträge für NUMMER 6 leisteten (nach
angaben von Larry Hall):
Albert
Elms: Wahrscheinlich der zweit-einflussreichste der komponisten,
die mit NUMMER 6 beschäftigt waren; verantwortlich für
"incidental-" (d.h. hintergrund-) musik in der
serie (siehe im text weiter unten).
Robert Farnon: Sein erster entwurf einer NUMMER-6-titelmusik
wurde sogleich verworfen. Einige der dramatischsten incidental-stücke
stammen von ihm.
Ron Grainer (1922-1981): Bekanntester und einflussreichster
komponist; komponierte in den 60er und 70er jahren professionell
soundtracks. Seine musikstücke für den serientitel und
abspann sind die markenzeichen von NUMMER 6.
Wilfred Josephs: Sollte ursprünglich den titelsoundtrack
entwickeln, seine arbeit wurde jedoch von McGoohan selbst abgewiesen.
Eric Mival: Musikredakteur bei NUMMER 6. Seine aufgabe
war es, sich die szenen jeder episode anzusehen und musikstücke
zu finden, die 1) exakt der stimmung entsprachen, 2) geeignet waren,
sie der erforderlichen länge und beschaffenheit der jeweiligen
szene anzupassen. Er schrieb das "gebetsbuch" mit den
angaben, welches archivstück in welcher szene verwendet wurde.
Wilfred Thompson: Tonmeister bei NUMMER 6. Gewissenhafter
mitarbeiter, verantwortlich für die geräusche von Rover
sowie viele andere toneffekten.

NUMMER
6 LAUSCHT DEM NACHMITTAGSKONZERT DER VILLAGE BAND, ODER DOCH
NICHT?
"MUSIK
BERUHIGT DAS GEMÜT."
"MUSIK
BEGINNT, WO WORTE ENDEN."
Einzig
in der episode "Hammer oder Amboss" finden sich die obigen
slogans; das stück "L'Arlésienne" von George
Bizet spielt hier eine markante rolle. "Music begins where
words leave off" ist offenbar die englische übersetzung
des deutschen originalzitats "Wo die sprache aufhört,
fängt die musik an" von ETA Hoffmann (1776 - 1822). Kleine,
leicht übersehene verweise auf die vielfältigen wurzeln
der serie NUMMER 6 im allgemeinen. Nicht recht ersichtlich ist indes,
warum die verantwortlichen im Ort gerade der musik so ein
besonderes gewicht beimessen.

Immerhin
beschäftigt man eine eigene blaskapelle bzw. band, die öffentliche
konzerte gibt. Als kalkül mag der unterhaltende, zum teil beschwichtigende
charakter der musik eine rolle spielen. Vielleicht aber sind es
auch eher die produzenten der serie. Andererseits haben sie natürlich
recht. Kein kinofilm, keine fernsehserie kommt ohne musikalische
untermalung aus. Schon die allerersten filmvorführungen ende
des 19. jahrhunderts hatten wie die meisten kleineren und mittleren
kinos der stummfilmzeit eine klavierbegleitung. Und die größten
lichtspielhäuser leisteten sich eigene orchester.
So
kann noch das ödeste synthesizer-gedudel einer filmwahrnehmung
eine völlige andere richtung geben. Was filmmusik leistet,
bemerkt man indes oft erst dann, wenn es keine gibt und diese abwesenheit
als dramaturgisches mittel eingesetzt wird.

DIE
VILLAGE BAND IN AKTION...
"LIEBE
IST ALLES, WAS IHR BRAUCHT..."
The Beatles (1967)
Neben
der berühmten NUMMER-6-titelmusik von Ron Grainer finden
sich auf
den drei erhältlichen SilvaScreen-CDs die
unter "tracks" genannten stücke, darunter
die "Farandole"
von Georges Bizet, arrangiert von Albert Elms, sowie die
musik zum karnevalsumzug, eine originalkomposition von Elms. Nicht
jedoch "All You Need Is Love". Von diesem zu
dem zeitpunkt bereits populären Beatles-song
hatte McGoohan sich erhofft, er würde sich ebenso wie die serie
als eine art zeitkapsel erweisen. Interessanterweise
sind
die ersten takte dieses songs die der Marseillaise, der französischen
nationalhymne. Darüber warum
McGoohan gerade "All You Need Is Love" auswählte,
kann man nur spekulieren (mehr...).
Bezugsquellen
für NUMMER 6-soundtracks findet man auf der SIX-OF-ONE-homepage.
Ein
typischer vertreter sogenannter source music, solcher musikstücke
also, die einer quelle im handlungszusammenhang zuzuordnen sind,
ist der
leitmotivische "Radetzki-Marsch" von Johann Strauß
(probe, 103k: ),
die
heimliche titelmelodie von NUMMER 6. Diesen bittersüßen
operettenarmeemarsch hört man auch in anderen episoden, meistens
in situationen, in denen der Ort wieder die oberhand über
Nummer Sechs behalten hat. Daneben wird von der Village Band im
nachmittagskonzert "Double
X",
ein stück
von C.H. Jaeger, gegeben, oder eins von A. Steck, das sinnigerweise
den originaltitel "Freedom Of The City" trägt (probe,
123k ).
Platzkonzerte sind besonders in kurstädten eine sehr beliebte
unterhaltungsform. Obwohl das repertoire von leicht angepopptem
bis zur kammermusik umfassen kann, wird ein typisches platzkonzert
mit eher schwungvoll-zackiger volkstümlicher musik bestritten,
auch märsche fehlen nicht, wenn sie in ziviler gewandung gegeben
werden.
Hip
bone connected to my thigh bone
Thigh bone connected to my leg bone
My leg bone connected to my ankle bone.
I
get so hung-up on bones.
Dr. Funkenstein, here.
Preoccupied
and dedicated
To the preservation of the motion of hips.
"The
Clones Of Dr. Funkenstein", George Clinton/Parliament
1976
Ein
titel aus dem bereich incidental music ist auf keinem der
CD-sets enthalten: "Dem Bones", auch "Dry
Bones", in einer fassung der Four Lads. In den 50er
und 60er jahren war die acapella-gruppe aus Kanada recht erfolgreich
mit gospel interpretationen. Ihre version des alten spiritual-stückes
wurde 1962 auf LP veröffentlicht. In den 90er jahren kam eine
limitierte neuauflage als single heraus, vertrieben von SIX
OF ONE. Den
"alten knochen" reverenz erwiesen hat auch schon
der große altmeister des P-Funk, George Clinton (siehe oben).

Das
stück ist wie das Pennyfarthing - das hochrad - so merkwürdig
unzeitgemäß und darum auffällig innerhalb der serie.
Incidental, ohne konkret erkennbare quelle, ist es zu hören
in der letzten episode "Demaskierung/Fall Out" beim auftritt
des jugendlichen rebellen Nummer 48, gespielt von Alexis Kanner,
vor der versammlung der maskierten und nochmals, als die kleine
truppe um Nummer Sechs auf dem weg zurück nach London ist.
Zu diesem zeitpunkt gibt es schon länger keine nennenswerten
dialoge mehr; ein umstand, der den chaotischen produktionsverhältnissen
zuzuschreiben ist. Man kann viel gegen diese abschließende
episode einwenden. Diese - wie schon andere non-verbalen - momente
aber sind grandios.
Nummer
48 mischt die versammlung der maskierten gehörig auf und injiziert
ihr eine portion anarchie, indem er unaufhörlich den text von
"Dem Bones" halb rezitiert, halb singt - ...was
sich schlimmer liest, als es in der deutschen fassung dargeboten
wird: "Der hüftknochen kommt wieder zum beckenknochen;
der armknochen kommt wieder zum schulterknochen...; und hört
das wort des Herrn!"

DEM
BONES
"COLLAR BONE'S CONNECTED TO THE NECK BONE,
NECK BONE'S CONNECTED TO THE HEAD BONE.
... HEAR THE WORD OF THE LORD. - I'M ALL BONES."
Tatsächlich,
das establishment, die versammelten maskierten erheben sich von
ihren sitzen, geraten ins schwingen, klatschen, die verknöcherung
buchstäblich und im übertragenen sinne beginnt sich zu
lösen... Aber das ist nur von kurzer dauer. Nummer 48 wird
in eine projektilähnliche kapsel eingeschlossen und in einer
untergrundzelle verwahrt.
Die szenen auf dem weg nach London zeigen Nummer Sechs, Nummer 48
und die frühere Nummer Zwei in der auf einem tieflader montierten
wohnzelle aus der vorletzten episode "Pas de deux" und
tanzend zu den klängen von "Dem Bones", die
nun aus dem autoradio zu hören sind. Ein herr mit bowlerhut
verliert beim vorbeifahren fast die kontrolle über sein fahrzeug
und zieht leicht indigniert schnell vorbei.... Hip bones.
  
"UND
NUN... MUSIK!" - VILLAGE RADIO
Abgesehen
von der im
bild oder außerhalb von
der Village Band intonierten
musik, spielt die typische hintergrundbeschallung eine nicht unwichtige
rolle.
Village-muzak
läuft als akustische tapete im Village-radio und schwillt unmerklich
an. Sie weckt am morgen und säuselt am abend in den schlaf.
Auch als zuschauer geht sie einem (gezielt) auf die nerven. Village-muzak
ist überall und immer schon. Von Brian Eno wurde diese spezielle
ausprägung funktionaler musik als ambient music oder fahrstuhlmusik
geadelt ("Music For Elevators"). Typischerweise hat sie
keinen anfang und kein ende, keine höhepunkte, kaum dynamik.
In
NUMMER 6 wird sie dramaturgisch eingesetzt, zeigt sowohl bei Nummer
Sechs als auch beim publikum ihre wirkung. Er kann sie in diesem
moment nicht mehr ertragen und zertrümmert sein radio, ohne
freilich damit die quelle zu treffen.
Den
komponisten der am stärksten in diese richtung neigenden titel
darf man dabei nicht unrecht tun. Denn ihre lullabies - und sie
heißen wirklich so: "Moon Lullaby" von M. Lubbock
(probe, 353k )
und "Lullaby for Isabelle" von P. Aliprandi sowie der
eine oder andere mehr - sie sind nicht muzak, aber sie funktionieren
im gegebenen kontext so.
Die
bedeutung der sprache in NUMMER 6, ein artikel von Guillaume
Granier, mehr...
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