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NR6DE RÜCKBLICKE
NUMMER 6 AUF DVD & BD
THE TALLY HO
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ARTE BRINGT NUMMER 6 ZURÜCK INS DEUTSCHE FERNSEHEN

CONVENTION-NACHLESE AM 03.08.2013

Die PRISONER-Convention 2013 ist vorüber. Sie stand im zeichen der stärksten deutschen beteiligung aller zeiten. Wobei deutsch, das ist nicht ganz korrekt. 11 Deutsche und eine Österreicherin.:Personen, die sich zum teil noch nie gesehen und sich auf den weg nach Portmeirion gemacht haben. Und alle, besonders die neulinge, waren hellauf begeistert. Das kann man ohne übertreibung sagen. Wer nun neugierig ist und wissen möchte, wie man dorthin kommt

und wie es da so zugeht, dem mag unsere convention-nachlese am 3. August ab 11 uhr im Bürgerhaus Kleinlinden in Gießen gelegen kommen. Es wird bilder und videos von der convention geben, aber keine memorabilia oder büchertische. Auch Larry Halls PRISONER-coda "Resolution" wird erneut zu sehen sein. Wir bitten um eine e-mail-benachrichtigung!

Wir sehen uns!

PRISONER-CONVENTION: DIE ERSTE...

Lesen Sie nachstehend eindrücke von denen, die erstmals dabei waren:

Dieter Burandt: "Alles intensiv in mir einzufangen"
Huberta Burandt: "Wo zuerst hinsehen?"
Andreas Marx: "Anstrengung, um überhaupt hinzukommen"
Jana Müller: "Portmeirion betritt man nicht, man taucht ein"

NÄCHSTE PRISONER-CONVENTION
04. - 06. APRIL 2014

"ESCAPE IN THE DARKNESS"

SZENENBILDER "ESCAPE IN THE DARKNESS", ABB. RECHTS UNTEN: THEATERWIZARD JÜRGEN UND CHRISTINE BURGARD (LINKS)
DANEBEN CORINNE CAPITAINE, DIE LEIDER WEGEN KRANKHEIT NICHT AM STÜCK TEILNEHMEN KONNTE

Jürgen Staeder, seit jahrzehnten im amateurtheaterbereich tätig, hatte eigens für die conventionteilnahme ein kleines stück auf der basis von PRISONER-elementen und dialogen geschrieben, "Escape In The Darkness". Fast alle mitreisenden waren an der aufführung beteiligt. Niemand außer Jürgen hatte bühnenerfahrung. Verstärkt wurde die truppe durch die Französin Christine Burgard. Die premiere in englischer sprache wurde vom britischen publikum sehr gut aufgenommen. Möglicherweise wird das stück bei der convention-nachlese im August noch einmal aufgeführt. That would be telling.

"Drei tage im schönsten gefängnis der Welt." von Marc Christiansen, 2012
Meine erste Convention von Jürgen Staeder, 2008

PRISONER-CONVENTION: DIE ERSTE...

Dieter Burandt

ALLES INTENSIV IN MIR EINZUFANGEN

Nun sind schon wieder mehrere Wochen nach meinem ersten Portmeirion-Besuch vergangen. Und doch ziehe ich immer noch sehr viele positive Erinnerungen heraus. Es vergeht zur Zeit nicht ein Tag, ohne an die Convention Rückblick zu halten. Sei es, dass wir, die deutsche Crew, untereinander weiter regen Emailaustausch halten, sei es, dass ich die in Portmeirion gekauften Bücher durchlese oder Fotos durchschaue oder mit Huberta über die Tage rede. Doch wie waren meine Eindrücke vorher, mittendrin und nachher?

Es begann ja im Laufe des letzten Jahres damit, dass ich entschloss, an der Convention 2013 teilzunehmen. Die Jahre vorher hat es ja nicht geklappt. Die Unterstützung der deutschen Crew und auch von u.a. Dave Cox und Debs McDougall war sensationell gut. Vielen vielen Dank!
Nach einiger Zeit war alles in trockenen Tüchern, sodass ich (nein, Huberta und ich) die Vorfreude genießen konnte/n. Je näher die Reise rückte, desto größer wurde sie. Wir beschäftigten uns mit der Serie und schauten sie an den Wochenenden, da Huberta die Serie noch nicht in Gänze gesehen hat. Und dann kam die Frage, ob wir nicht beim Theaterstück "Escape In The Darkness" von Jürgen Städer mitmachen wollten. Eine echte Herausforderung. Klar, wollten wir mitmachen!!! Die Proben in Wiesbaden waren perfekt. Wir erkannten sofort, dass Jürgen in diesem Bereich große Erfahrung hat. Alles war bis aufs kleinste organisiert und zu keinen Zeitpunkt kam Streß auf. Trotzdem lernten wir sehr viel. Es sieht alles einfach aus, ist es aber nicht. Und das Ergebnis war in Portmeirion richtig schön und kam auch sehr gut an.

Die Wochen und Monate vergingen. Wir wurden immer besser. Jedes Wochenende, wenn ich mit dem Auto von Dortmund ins Sauerland fuhr, sprach ich meinen Text laut und in allen Variationen. Ich glaube, wenn die Leute das mitgekriegt hätten, hätten sie mich komisch angeguckt ;). Und dann war es soweit: Der Tag vor der Fahrt. Leider ging es mir die Tage davor nicht gut, sodass ich sogar krankgeschrieben wurde. Der Flug: Problemlos und schnell. In Birmingham kauften wir alle die Tickets für die Bahnfahrt nach Porthmadog.

Wir waren sehr froh, mit Arno, Michael, Marc und Jana unterwegs zu sein, da sie genau wussten, wo wir hinmussten, wann die wichtigen Zeiten waren und vieles mehr. Wären wir alleine unterwegs gewesen, es wäre längst nicht so entspannend und genießerisch gewesen. Die Bahnfahrt war ein Traum. Michael riet uns: "Setzt Euch auf die andere Seite des Zuges und schaut heraus". Wir sahen Portmeirion in weiter Ferne. Ich war beeindruckt: Selbst von der Entfernung springt der Ort heraus. Knips, Knips, verewigt im Kopf und in der Kamera... Und dann waren wir in Porthamdog. Das Wetter: Naja. Die Unterkunft und das Personal im Royal Sportsman Hotel: Wunderbar! Nach der Begrüßung und ersten Besichtigung der Zimmer schauten wir kurz den Ort an. Klein, aber fein. Abends trafen wir Jürgen, Michael K. und Christine. Wir gingen nochmal unser Theaterstück durch. Danach Abendesssen und gemeinsames Treffen im Hotel mit Dave und Jo Cox und Andrew. Anschließend fielen wir glücklich in unsere Betten.

Am nächsten Tag war es soweit: Nach dem Frühstück, packten wir unsere Koffer und fuhren nach Portmeirion. Die Aufregung wuchs. Und ich muß sagen: Die ersten Eindrücke hauten mich um. Ich versuchte, alles intensiv in mir einzufangen. Nach dem kleinen Tunnel sah ich den Ort und ganz egal, wohin der Blick ging: Beeindruckend. Doch wir mussten uns beeilen, da wir noch proben mussten, Jürgen wartete. Es gab nun kein zurück. Danach zogen wir ins Angel. Ein ungewöhnliches Haus. Runde Wände! Unser Schlafzimmer: Klein, aber urgemütlich! Alle Zimmer supergepflegt und sauber. Im Fernsehen: THE PRISONER... (Anm.: in einer Endlosschleife, kein Witz!) Wir hatten noch Zeit, um vor dem Theaterstück den Ort kurz anzuschauen. Und wieder: Knips, knips. Menschen kamen uns entgegen: Be seeing you... Wir trafen Dave. Ob uns der Ort kleiner erscheine, als gedacht. Ja.

Der Zeitpunkt des Theaterstücks rückte näher. Jetzt war er da... Wir zogen uns um und spielten. Alles wie im Traum. Die Aufregung hielt sich in Grenzen, wir schafften alles, waren alle ein perfektes Team und am Ende: Applaus.!!! Bettine Le Beau wollte uns noch sehen. Was für eine Anerkennung! Es wurde ein Treffen am nächsten Tag vereinbart. Wir genossen zusammen den weiteren Abend. Stolz und zufrieden. Leider verging der Tag zu schnell.

Der nächste Tag: Ein Höhepunkt nach dem anderen. Die Parade, das Schachspiel, weitere Besichtigungen, Veranstaltungen und und und. Sicherlich wurde schon viel über die Parade und dem Schachspiel geschrieben. Doch man kann soviel lesen, wie man will. Miterleben ist einfach unvergleichlich. Man muss es in Prisonerkleidung mitmachen!!! Danach weiter einkaufen, weitere Treffen. Das kalte Wetter kann uns nichts anhaben. Naja, wir waren alle nach Portmeirion erkältet. Jana bedauerten wir, da ihr TV-Auftritt ja doch vieles von ihr abverlangte.  Aber das Ergebnis wird sicherlich eine schöne Erinnerung. Wir sind gespannt auf die Übertragung. Am letzten Tag, gab es noch eine kleine Preisverleihung und eine tolle Abschlussveranstaltung. Für mich leider etwas zu laut und Huberta war krank. Schade.

Am Montag war, wie auch an den vorherigen Tagen, frühes aufstehen Pflicht. Packen, frühstücken und ein letzter intensiver Rundgang durch das Village. Hoffentlich behalte ich die ganzen Eindrücke. Auf wiedersehen Portmeirion. Zurück nach Birmingham. Der anschließende Flug nach Frankfurt verlief wieder schnell. Erschöpft kamen wir zuhause im Sauerland an. Auspacken? Kann warten. Ab ins Bett. Nach dem aufstehen und auspacken sahen wir uns als erstes die erste Prisonerfolge an. Wir kannten jetzt alles. Oder auch nicht. Und was wir alles mitbrachten: Karten, Bücher, Kleinkram und ein ganz tolles Penny Farthing. Alles wird in die Vitrine gestellt. Nächstes Jahr kommen weitere Sachen hinzu. Denn wir wollen unbedingt nochmal nach Portmeirion. Drückt uns die Daumen, dass es klappt!!!! Bis dahin! Be seeing you! - Wir sehen uns!  - Bonjour chez vous!

 

 

ANGEL, EINER DER ÄLTESTEN
"NEUBAUTEN" PORTMEIRIONS

   

Huberta Burandt

WO ZUERST HINSEHEN?

Im Jahr 2011 fuhr ich mit Dieter zum PRISONER-Treffen nach Gießen. Dieter kannte die Serie und war und ist davon begeistert. Ich kannte irgendwoher nur "Die Ankunft", fand diesen Teil aber schon sehr interessant. Nach den Ausführungen über eine Convention in Portmeiron, über die Serie und den Ort hatten wir uns zu einer Teilnahme entschlossen.

Zunächst haben wir uns erstmal die Folgen der Serie angesehen. Wir befanden uns gerade im Bus, Richtung Urlaub in Südtirol, als Dieter die Anfrage erhielt, bei einem Theaterstück mitzuwirken. Für uns beide war klar, da stimmen wir gleich zu. Als Neuling auf diesem Gebiet (ich hatte nur bei einer Aufführung der Jugendgruppe mitgemacht und viel Spaß daran empfunden), haben wir erwartungsvoll den Text erhalten. So richtig vorstellen konnte ich mir das Stück nicht. Das konnte wohl nur Jürgen Staeder, der ja das Stück geschrieben hat. Bei mir mußte Jürgen erst mal seine Vorstellung lebendig werden lassen. Die Proben machten mir sehr viel Spaß. So bekamen wir auch zusätzlich noch näheren Kontakt. Danach begannen Dieter und ich, egal ob per Telefon, SMS oder Gespräch, kleine Zitate aus der Serie zu übernehmen. So zog Nummer 6 immer mehr in unser tägliches Leben ein.

Dann endlich war es soweit. Der Termin für die Reise rückt näher. Ich war schon sehr gespannt auf den Ort, Vorträge, Parade und Schachspiel. ... . und wer weiß, was noch auf uns zu kommen würde. Ob das Theaterstück auch klappen  würde und vor allem, wie wird es wohl aufgenommen werden? Die Spannung stieg von Tag zu Tag.

Abfahrt nach Gießen, Weiterfahrt im Team mit Arno, Michael B. Marc und Jana. Portmeiron wir kommen. Fahrt und Flug verliefen ohne Probleme. Erste Station: Porthmadog. Einchecken im Hotel, Rundgang, Treffen zur Absprache für den Ablauf mit gemeinsamen Abendessen. Danach trafen wir schon die ersten Personen, die Portmeiron besuchen, veranstalten. Lustig war's.

Dann endlich per Taxi nach Portmeiron. Wir erreichen den Ort. Einfach überwältigend. Wo soll man da zuerst hinsehen? Es gibt so viel zu entdecken. Der Ort wirkt kleiner als in der Serie. Aber es ist alles da. Und es ist, als würden wir gleich im Film mitspielen. Haben wir auch Nummern? Klar! Ja, in NUMMER 6 ist doch jeder eine Nummer. Herrje, nun kommen wir fast zu spät zur Generalprobe. Ich denke, auch durch die überwältigenden Eindrücke sind wir alle ziemlich nervös. Die Probe klappt nicht ganz so gut. Kann nur besser werden. Endlich ist es soweit. Toi toi toi  für ein gutes Gelingen.
Super. Es hat geklappt. Das Publikum wirkte auch sehr interessiert und hatte Spaß an den eingebauten Gags. Danke Jürgen! Das war ein Erlebnis.
Danke auch an die Waliser, Veranstalter, Leuten aus allen möglichen Landesteilen!!!! Ich fand es einfach echt super, wie nett wir aufgenommen und mit einbezogen worden sind. Einfach erste Sahne, und ich habe mich sofort gut, ja, fast schon heimisch gefühlt.

Samstag. Die Parade findet statt. Auch so ein Höhepunkt auf den ich mich gefreut habe. Und dann, Mensch, der Hammer! Ich durfte das erste große Propagandaschild mit tragen. Welch eine Ehre. Ich bin total von den Socken und überglücklich. Es hat mir sooooooooo viel Spaß und Freude bereitet. Noch lange später habe ich die Rufe "Vote!" und "Six for two!" im Ohr. Auch der Rundgang mit Dave Barrie hat mir sehr gefallen. Es war informativ, aber auf eine ganz besondere Weise. Ebenso den "Tea for Two" bei Steve (Raines) fand ich überwältigend. Der Ausblick, den man von hier hat...! Alle Menschen waren so freundlich! Fast wie eine Familie.

Am Sonntag haben Dieter und ich wieder an der Parade teilgenommen. Ich persönlich hatte wieder meine helle Freude. Beim Schachspiel habe ich an beiden Tagen nur zugesehen. Mein Englisch ist nicht so gut, deshalb habe ich mich auch nicht getraut mit zu machen. Es war wirklich ganz toll. Ich werde lange davon zehren und erzählen können. Auch im Shop gab es so viel zu entdecken. Habe einiges eingekauft. Aber da kommt sicher noch mehr dazu. Der Sonntagabend war dann leider nicht so toll. Fieber und Schüttelfrost haben mich erwischt. Fest steht allerdings, das ich im nächsten Jahr wieder dabei sein möchte. Ich freue mich schon sehr auf den Ort, das Programm und darauf, alle lieben Freunde wieder zu sehen.

Zurück in Deutschland denke ich gerne an die schönen Tage zurück. Ich fand wirklich alles ganz toll. Ein reger E-Mail Verkehr hat eingesetzt. Auch darüber bin ich sehr froh. Das bestätigt doch meine Vermutung, dass wir alle eine große Familie sind. Freue mich schon sehr auf unser Treffen in Gießen und auf einbaldiges Wiedersehen in Portmeiron.

 

 

 

   

Andreas Marx

ANSTRENGUNG, UM ÜBERHAUPT HINZUKOMMEN

Portmeirion, Wales. Bekanntlich versuchte Nummer Sechs 17 Folgen lang, aus diesem Ort auszubrechen. Ich dagegen mußte einige Anstrengungen unternehmen, um überhaupt hinzukommen.

Zunächst wurde ich hinter meinem Rücken zu einer Fortbildung angemeldet, von der ich glücklicherweise zwei Tage abzwacken konnte. Dann beschlossen die Sicherheitskräfte an den Flughäfen am Tage vor der Abreise, daß der Freitag doch ein schöner Tag zum streiken wäre (wodurch ich und meine Mitreisenden Martin und Heike in den "Genuß" einer vierstündigen Verspätung inklusive Abflugortswechsel per Bus kamen). Doch gegen 15 Uhr Ortszeit erreichten wir dennoch den Flughafen  Birmingham, und auch der bestellte Mietwagen war schnell gefunden. Frohen Mutes fuhren wir los... Doch wir hatten die Rechnung ohne Birmingham gemacht!
Widersprüchliche und unzureichende Beschilderung der Straßen sowie kurz darauf zunehmender Feierabendverkehr bescherten uns eine wundervolle Rundfahrt durch’s beschauliche Birmingham (bei der ich immerhin ein Hotel wiedersah, in dem ich ein Jahr zuvor übernachtet hatte), die uns eine weitere Stunde kostete. Als wir dann die Stadtgrenzen hinter uns ließen, waren wir jedoch guter Dinge – wir hatten es geschafft! Doch dann kam Welshpool…
Zwar verloren wir hier nur eine halbe Stunde, und freundliche Einwohner wiesen uns den Weg, aber dem allgemeinen nervlichen Zustand war auch dieser Aufenthalt eher abträglich. So stärkten wir uns zunächst  in einem indischen Restaurant an der Landstraße, bevor wir die letzte Etappe in Angriff nahmen. Diese verlief glücklicherweise ohne weitere Unterbrechungen, zog sich aber doch ziemlich durch die malerischen Waliser Berge, von denen wir zuletzt allerdings aufgrund der hereingebrochenen Dunkelheit kaum noch etwas zu Gesicht bekamen. Gegen 21.15 Uhr erreichten wir es nun endlich, das Village, die ewige Stadt!

Nach dem Einchecken und dem (vorrübergehenden) Deponieren des Gepäcks kamen Martin und ich dann wenigstens noch zurecht, um den Schluß von Jürgen Staeders Theaterstück "Escape in the Darkness" zu sehen ("I need information!" – "You need a doctor!").
Im Anschluß dann ein Haufen neuer Gesichter. Ihre Namen kannte ich ja, mit einigen hatte ich auch schon korrespondiert, aber nach der langen Reise war ich doch zunächst etwas überfordert. Aber der Empfang war so warmherzig und freundlich, daß man schon nach wenigen Minuten gar nicht anders konnte, als sich wohlzufühlen. Gegen 23 Uhr brach ich dann mit meinen Mitbewohnern Arno, Michael B. und Jana zur "Battery" auf (mein Gepäck hatte ich zwischenzeitlich schon dort deponiert), in der seeligen Aussicht auf ein warmes Nachtlager…
Denkste! Denn auf dem Heimweg war man schon in eine interessante Unterhaltung vertieft, und in der Battery angekommen setzte man sich mit ein paar Bier an den Küchentisch. Der nächste Tag begann (gemessen am Vortag) recht zeitig, schon um halb 8 war die Belegschaft der Battery auf den Beinen, und nachdem man den Village-eigenen TV-Kanal (THE PRISONER in Endlosschleife!) entdeckt hatte, begab man sich zum Frühstück. Vor der Election Parade hatte ich dann die erste Gelegenheit, mir Portmeirion im Hellen anzusehen.

Erster Eindruck: Alles viel kleiner, als es im Fernsehen aussieht, aber nichtsdestotrotz mehr als beeindruckend! Und die räumliche Enge hat einen nicht zu unterschätzenden Vorteil – lange Wege gibt es nicht, alles liegt dicht beieinander, kein Fußweg dauert länger als 10 Minuten. Und auch an interessanten Aussichten mangelt es nicht, in jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken.

Doch schon ging es weiter zur Election Parade aus "Free For All", versehen mit bunten Capes und Regenschirmen unterstützten wir Nummer Sechs'‘ (letztendlich vergeblichen) Wahlkampf, wobei sich einige auch als Verräter entpuppten und für Nummer Zweis Wiederwahl warben. Nach einem weiteren kleinen Rundgang und einer Stärkung zur Mittagszeit ging es dann weiter zum Human Chess, wo man mich prompt als Ersatzturm rekrutierte. Gut, kein Problem, drei Züge später wurde ich sowieso schon wieder von den "Undertakern" wieder vom Feld geschleppt.
Der nächste Höhepunkt des Tages war dann eine Village-Führung von Dave Barrie persönlich. Charmant und nie langweilend bekam man in gut zwei Stunden so ziemlich alles Wissenswerte nicht nur über die Fernsehserie, sondern auch über das Dorf allgemein näher gebracht. Währenddessen traf auch Janas Begleitung für diesen und den folgenden Tag ein: Kamerafrau Marina.

Danach war es schon wieder Zeit zur abendlichen Filmschau (u.a. mit Michael Brünes Filmdokumentation über seinen Besuch bei Alexis Kanners Grab in Jerusalem), bevor dann die Interviewrunde mit dem diesjährigen Stargast Bettine Le Beau begann. Man rechnete mit einer bis anderthalb Stunden – die gute Frau ist schließlich nicht mehr die jüngste – und verbrachte letztendlich fast 3 Stunden in gemütlicher Runde. Auch dieser Tag endete erst wieder nach Mitternacht…

Der Sonntag begann mit einer Wiederholung der Election Parade, diesmal jedoch vor dem wachsamen Auge der Fernsehkamera. Das war allerdings nicht der Grund, warum ich im Souvenir-Shop (als Ergänzung zum von Arno geborgten Schal) einen neuen Hut (eine Melone) erwarb. Auch das Human Chess erfuhr eine weitere Aufführung (und ich durfte meinen Part ein weiteres Mal spielen). Der Rest des Nachmittages wurde dann etwas TV-gerechter gestaltet, damit die "Lokalzeit" auch ein paar schöne Aufnahmen bekam.
Den Ausklang bildeten schließlich ein Abendessen im Castell Deudraeth gemeinsam mit Prof Valarie Ziegler und der amerikanischen Delegation, danach eine etwas intimere Abschiedsrunde in Battery. Wehmütig trat ich schließlich mit Martin und Heike am folgenden Morgen die Rückreise an.

Es würde vermutlich den Umfang dieses Berichtes sprengen und zu viele Wiederholungen mit sich bringen, alle Empfindungen auszudrücken, die an diesem verlängerten Wochenende auf mich einströmten. Aber ich kann noch einmal aus vollem Herzen sagen: Ich bin froh, dabei gewesen zu sein, und es war zwar mein erster, aber sicher nicht mein letzter Aufenthalt in Portmeirion. Und auch allen Mitgliedern des Vereins möchte ich an dieser Stelle noch einmal für das herzliche Willkommen und die vielen interessanten Unterhaltungen danken. Leute, ihr seid ganz toll! ;-)

 

 

MICHAEL BRÜNE BERICHTET ÜBER
SEINEN BESUCH AM GRAB VON
ALEXIS KANNER, ABB. DARÜBER:
DAVE BARRIES GEFÜHRTE TOUR
DURCH DEN ORT

   

Jana Müller

PORTMEIRION BETRITT MAN NICHT NUR,
MAN TAUCHT EIN

Ein halbes Jahr wachsende Vorfreude war der Fahrt nach Portmeirion vorausgegangen. Mindestens. Dazu jede Menge Nervosität und Lampenfieber, nachdem fest stand, dass unsere Gruppe ein Theaterstück aufführen wollte, und es war auch nicht gerade beruhigend, als klar wurde, dass eine Kamerafrau uns begleiten würde, um einen kleinen Bericht für die Lokalzeit Duisburg zu drehen, was hieß, dass sie mich interviewen wollte... Ich war nun einmal die Duisburgerin in der Gruppe. Man kann sich vorstellen, die Nerven waren gespannt bis zum Zerreißen, und zugleich konnte ich es nicht erwarten, den Ort kennenzulernen, die Convention zu erleben, die Leute zu sehen, "Magic Number 6" zu besuchen. Eine Menge Erwartungen und Befürchtungen, die ich mit in den Ort brachte.

Aber schon die ersten Stunden in Wales, die wir im Zug auf der Strecke von Birmingham nach Porthmaddog verbrachten, rechtfertigten die Vorfreude. Strahlender Sonnenschein und ein einmaliges Panorama aus Wiesen, Bergen, Meer und Schafen begrüßte uns. Himmlisch. Die Fahrt dauerte mehr als 4 Stunden, mit unserer Reisegruppe aus 8 Leuten und bei diesem Ausblick hätte sie gern auch gut noch doppelt so lange dauern können. Aber auch die Ankunft im "Royal Sportsman" in Porthmadog hatte etwas für sich. Ein süßes, kleines Hotel mit einer Menge Charme und einer gemütlichen Bar, und wir lernten endlich Barbara kennen, die aus Österreich angereist war. Trotz Regen begaben wir uns noch auf einen kleinen Spaziergang durch den Ort, bevor wir dann Christine aus Frankreich, und Jürgen und Michael trafen, und noch einmal unseren Auftritt besprachen, der für den nächsten Abend bevorstand. Nach dem Abendessen lernte ich dann auch die ersten Mitglieder von "Six Of One" kennen, Jo, Dave und Andrew, mit denen wir ein paar lustige Stunden verbrachten. Es konnte losgehen.

Der nächste Tag war der, auf den wir alle so lange gewartet hatten, und er begann mit jeder Menge Regen. Wir versuchten trotzdem, uns die gute Laune nicht verderben zu lassen, und wir wurden nicht enttäuscht. Gegen Mittag stiegen wir ins Taxi, und ich bekam inzwischen das Dauergrinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Endlich, endlich würden wir in Portmeirion ankommen!

Dann waren wir plötzlich am Castell Deudreath, dem Hospital, in dem sich passenderweise die Anmeldung befand, und die Sonne kam heraus. Schon die letzten Schritte bis zum Battery Square brauchten ihre Zeit, denn auch die allererste Aussicht auf die Bucht, noch bevor man überhaupt das Village selbst erreicht hat, will genossen werden. Dann das erste Gebäude, die gemalten Fenster, beeindruckend. Und dann der Battery-Square. Unser Cottage direkt am Eingang, der Campanile, der Green Dome, die Bucht. Klick. Smile!  Das Round House, der Buddha, die Bristol Colonade, der allererste Blick auf die Central Piazza, Telford's Tower, das Bild, dass man vor jeder Episode NUMMER 6 sieht.. Klick! Smile! Dass das alles so klein war, und es trotzdem so viel zu sehen gab... die Augen waren gut beschäftigt, die Kamera war zwar griffbereit, hatte aber erstmal Pause, ich wollte einfach nur schauen und genießen. Und da hatte ich noch nicht einmal mein Zimmer betreten und die Aussicht noch nicht gesehen.

Portmeirion betritt man nicht nur. Man taucht darin ein. Dieser erste Eindruck, sich nicht satt sehen zu können, hielt die ganzen drei Tage lang an. Ich weiß nicht, wie oft ich zum Campanile und zum Pantheon hinaufgesehen habe, oder zur Hercules Hall oder zur Central Piazza hinunter, oder über die Bucht, bei Ebbe und Flut. Portmeirion ist wie die Serie. Man kommt fünf mal an der selben Stelle vorbei, und entdeckt immer wieder sechs neue Einzelheiten. Dave Barrie meinte bei seinem "Brain Bash", man müsste sich einen kindlichen Blick bewahren für Portmeirion, und ich denke, das trifft den Punkt. Portmeirion ist ein Abenteuerspielplatz für die Augen.

Die Zeit verging, wie im Fluge. Der Eröffnungsabend, unser Stück, das viel Lob erhalten hat, und trotz aller Aufregung und Nervosität eine sehr schöne Erfahrung war. Die vielen, vielen Gespräche, Geselligkeit an der Bar, und am Samstag dann das Eintauchen in das Leben der Convention schon am frühen Morgen mit der Election Parade (ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so lebhaft beteiligen würde, aber ehe ich mich versah, war ich mitten drin und hatte auch noch Spaß dabei). Nach der Parade und einem wunderbaren Spaziergang irgendwann mein erster "Brain Bash" bei Dave Barrie, auf den ich mich so gefreut hatte (und der genauso interessant war, wie ich gehofft hatte), das erste Schachspiel, für das Andreas direkt als Substitute Rook engagiert wurde. Ein platzender Rover (nicht der einzige auf dieser Convention), so viele Gesichter, Kostüme und Perspektiven und Ansichten von Portmeirion, Musik, Gespräche, Mini Mokes, Eindrücke. Dann Innehalten auf Daves Village Tour, ein Höhepunkt für mich. Als er auf dem Belvedere Outlook die Szene aus Dance Of The Death zitierte, habe ich das Zitat wohl zum ersten Mal begriffen: "Nowhere is there more beauty than here. Tonight, when the moon rises, the whole world will turn to silver. Do you understand? It is important that you understand." Und hinter ihm die Bucht. Ja, es ist wichtig, dass man versteht.

Abends dann zwei der Programmhöhepunkte. Paul Goslings Theaterstück "Magic Number Six" und das Interview mit Bettine Le Beau, zwei sehr interessante Veranstaltungen, die ich beide sehr genossen habe. Paul Goslings Stück erzählte in teilweise humorvollen, teilweise intensiven Dialogen zwischen Lew Grade und Patrick McGoohan seine Version der Entstehung von NUMMER 6. Die Gruppe hatte Spaß daran, vor uns Fans zu spielen, und man merkte es ihr an. Bettine Le Beau hatte nur eine kleine Rolle in "A. B. und C.", aber die Energie, Lebenseinstellung und Ausstrahlung dieser Frau machte das Interview von Dave Barrie zu einem Highlight mehr. Besonders schön für uns war natürlich auch ihr Lob für Jürgens Theaterstück, und dass sie sich zu einem Gruppenfoto mit uns Deutschen bereit erklärte.

Der Sonntag verging so schnell wie der Samstag, nur dass diesmal Marina, die Kamerafrau, dabei war, die einen Beitrag für die "Lokalzeit Duisburg" drehen wollte. So kam es, dass ich erstens einen (wenn auch sehr netten) personal observer of life neben mir hatte (was hin und wieder für mehr Zuschauer sorgte, als mir lieb war), und zweitens neben Election Parade, Mini-Moke-Fahrt und Schachspiel (als Bauer) auch hin und wieder Fragen beantworten musste und der Einkauf im Prisoner-Shop etwas länger dauerte. Es war eine interessante Erfahrung. Das Gefühl, beobachtet/gefilmt zu werden, und nicht privat dort zu sein. Durchaus auch im Geiste der Serie, auf eine Art. Ich war nur froh, dass ich dank unserer Truppe nicht allein durch musste, und hatte doch trotz aller Anstrengung, des kalten Wetters und zum Ende hin der Müdigkeit auch viel Spaß am Dreh. Ich hoffe, Marina ging es ähnlich.

Am Abend dann trafen sich einige von uns mit Prof. Valarie Ziegler, ihrem Mann und Bekannten zu einem sehr leckeren, sehr interessanten Abendessen im Restaurant des Castell Deudreath. Auch das war ein Höhepunkt für mich. Anregende Gespräche, eine schöne Art, den letzten Abend zu beginnen, der dann an der Bar in der Hercules Hall und stilecht mit ein paar Szenen aus THE PRISONER auf dem Portmeirion Channel ausklang. Viel zu früh. Zwei Uhr morgens.

Marina fragte mich auch, was ich noch in vielen Jahren meinen Enkeln erzählen würde. Ich musste nicht lange nachdenken: Fahrt hin und seht es Euch an. Ich vermute, danach würde eine laaaange Schwärmerei über den Ort folgen, und natürlich auch über die Serie, über das Gefühl der Vertrautheit, obwohl man nie da war, wie alles Kleine dort immer so groß wirkt. Ich schätze, ich hätte eine Menge zu erzählen. Vielleicht auch von der nächsten Convention.

 

 

DC FONTANA SPIELTE BEI DER
ABSCHLUSSPARTY AUF

   

DIE DEUTSCH-ÖSTERREICHISCH-FRANZÖSISCHE COMPAGNIE NACH IHREM ERFOLGREICHEM THEATERDEBÜT ZUSAMMEN MIT
CONVENTION-EHRENGAST BETTINE LE BEAU (AUS DER EPISODE "A. B. UND C."); VON LINKS: MICHAEL BRÜNE,
MICHAEL KIMPEL, JANA MÜLLER, ANDREAS MARX, DIETER BURANDT, BETTINE LE BEAU, MARTIN GRESCH, CHRISTINE BURGARD ,
HUBERTA BURANDT, MARC CHRISTIANSEN, BARBARA SCHLOSSER, JÜRGEN STAEDER, ARNO BAUMGÄRTEL

   

"Drei tage im schönsten gefängnis der Welt." von Marc Christiansen, 2012
Meine erste Convention von Jürgen Staeder, 2008

 
www.nummer6-theprisoner.de
"Wir sehen uns!" oder L'année dernière au Village · The Prisoner · Nummer 6
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