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| LOCUS AMOENUS |
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The Prisoner Nummer 6 Serien
gehören zum bodensatz des fernsehens, omnipräsent und so unendlich
wie das medium selbst. Die wenigsten kratzen auch nur an der unterseite
unserer aufmerksamkeitsschwelle. Fantastisches
fernsehen
FEEDBACK |
Die erste episode setzt die prämissen, stimmt ein auf einen mikrokosmos allgegenwärtiger fürsorglicher repression und verschrobener ereignisse. Zweifellos trägt der schauplatz der außenaufnahmen sehr zum allgemeineindruck der serie bei. Der Ort, an sich schon pure fantasy, eine eklektizistische zusammenstellung verschiedenster baustile und -formen, ist in jeder hinsicht verblüffend und konstitutiv für die serie. Er ist der wichtigste nebenakteur. Die produktion
versteht es bis zur letzten episode geschickt, ihn weder räumlich
noch zeitlich zu lokalisieren. Obwohl, auf einem höheren interpretationsniveau
führt auch die ausschilderung zur nahen autobahn A20 nach London
womöglich in die irre.
"Ihr
heim heißt sie daheim willkommen", lautet eine notiz auf
seinem schreibtisch. Gleich nach seiner ankunft geht Nummer Sechs durch
den morgendlichen Ort. Er ist erregt, will wissen, weiß nicht,
wo er sich befindet und will in einem laden eine karte der umgebung haben.
Die erweist sich als alptraum, perplex und beklemmend: Der ort ist Der
Ort, das meer Das Meer, die berge sind Die Berge...
- die reine tautologie. Ein deja-vu-gefühl, es im grunde schon immer
gewusst zu haben: Alles ist bloß, was es ist.
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Die frage nach einem außerhalb stellt sich nicht mehr. Die mitbewohner dieser idylle begegnen einander unverbindlich und bedrohlich heiter mit der offiziellen grußformel des Ortes: "Wir sehen uns!" |
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"Wir sehen uns!" oder L'année dernière au Village · The Prisoner · Nummer 6 | |
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