THE TALLY HO READ ALL ABOUT IT!
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TV-RÜCKBLICK

MISTER SECHS WILL NICHT KÜSSEN

PATRICK McGOOHAN KÄMPFT GEGEN UNMORAL IM FERNSEHEN

Für jede Sendung kassierte Patrick McGoohan 30.000 Mark, solange er die von einem Autorenteam ausgedachte Rolle des Geheimagenten John Drake spielte. Bis er auf die Idee kam, selber unter die Produzenten zu gehen. Da fiel er auf die nase.

   

Weil er nicht nur ein guter Schauspieler, sondern auch und vor allem ein großer Moralist ist. Weil er _selber die Ideen zu seinen Sendungen entwickeln wollte. Und die Hauptrolle spielen. Und Regie führen. Und produzieren. Als Gegenstück zu dem Dauerflüchtling Dr. Richard Kimble erfand er den Dauergefangenen Nummer sechs. Den Menschen in der absoluten Diktatur, umgeben von Geschöpfen, die so manipuliert sind, daß

sie keinen eigenen Willen mehr haben. Das US-Fernsehen, geblendet vom Ruhm des John-Drake-Darstellers, kaufte blind 30 Folgen des Gefangenen Nummer sechs. Bezahlte, ehe der erste Meter Film gedeht worden war.

NUMMER 6 - DEUTSCHE TV-PREMIERE AM 16.08.1969

Es wurden nur 17 Folgen gemacht. Danach liefen die Geldgeber wie Publikum Sturm gegen das Experiment. Weil Patrick McGoohan mit geheiligten Krimitradifionen brechen wollte:
· Es gab in keiner Folge der Serie eine Lösung. Nummer sechs war zu Beginn der Folge so gefangen wie am Schluß;
· als strenggläubiger Katholik lehnte er es ab, vor der Kamera zu küssen, und verprellte die Zuschauerinnen, die sehen wollten, daß auch ein Supermann in den Armen einer Geschlechtsgenossin schwach wird;
· er lehnte es ab, mit einer Pistole über die Mattscheibe zu huschen, und langweilte die Männer, die Gegner unwiderruflich ausgeschaltet wissen wollen.

Patrick McGoohan hatte schon die Produzenten der "John-Drake-Serie" zum Weinen gebracht. Jedes Drehbuch ließ er umschreiben. "Die meisten Szenen waren mir zu unmoralisch", sagt der seit 18 Jahren mit der gleichen Frau glücklich verheiratete. "Jede Woche sollte ich eine Affäre mit einem anderen Mädchen haben. Und wenn ich nicht gerade in einem Schlafzimmer war, hätte ich schießen müssen. Das mußte ich ablehnen. Über die Fernsehschirme spritzt ohnehin genug Blut, wenn die Nachrichten gezeigt werden. Und es werden so viele Betten zerwühlt, daß ich meine Töchter am liebsten vom Fernseher weghalten möchte." McGoohans Töchter sind sechzehn, neun und sechs Jahre alt.
"Das Fernsehen", so räsonniert er weiter, "hat sich sich zu einem Monstrum aufgebläht. Es hat sich noch nicht auf seine Verpflichtung besonnen, die es der unkritischen Masse gegenüber hat."

Also sprach der Moralist, setzte sich hin und schrieb die Geschichte des Gefangenen Nummer sechs. In dieser Figur wollte er der unkritischen Masse zeigen, welche geheimen Mächte das Leben des einzelnen wirkungsvoll manipulieren können.
Nun ist Patrick McGoohan zwar ein Moralist, aber kein Illusionist. Als alter Fernsehhase weiß er, daß man sogar Wahrheiten nur an den Mann bringen kann, wenn man sie wirkungsvoll verpackt. Und das versuchte er.
Mit dem eigenwilligen schwarzen Humor der Engländer dachte er sich noch einen Trick aus: Er ließ die Superelektronentechnik in einem schnulzigen Zuckerbäckerstil-Kaff agieren. Erst nach Drehschluß erfuhr man, daß es den Ort wirklich gibt. Vorher hatte Patrick McGoohan das nur über eine Privatstraße in Nordwales zu erreichende Feriendorf Portmeiron absperren lassen, damit ihm niemand in das Drehbuch schauen kann.
"Wenn mein Experiment schiefgeht, hat niemand schuld als ich selbst", hatte er vor Beginn der Dreharbeiten gesagt. Und nun ist es in England schiefgegangen. Und es ist gar nicht so sicher, ob Patrick daran schuld ist.
Er tat, was er konnte. Aber das Publikum, amüsiert durch Hekatomben von Fernsehleichen , abgebrüht durch Meere von Atelierblut, war nicht willens, geistige Foltern mitanzusehen.

McGoohan: "Die Serie handelt von der Entmenschlichung, vom Verlust der Individualität, der uns allen widerfährt. Das wollte ich mit ihr sagen. Aber es scheint, daß ich mich meinem Publikum nicht verständlich gemacht habe." Und mit dieser Feststellung erntete er ungeteilte Zustimmung.
"Etwas Unverzeihlicheres, als unverständlich zu bleiben, gibt es nicht", schrieb der Daily Express. Und das Zweite Deutsche Fernsehen, das die "Nummer sechs"-Serie in Deutschland bringt, läßt den Ex-Agenten, die "Nummer sechs", erst eine Stunde vor Mitternacht aus dem Kasten. Denn Genuß ohne Reue wird diese Serie nur dem bieten, der neben dem Bett das Fernsehgerät als das wichtigste Möbelstück ansieht.

Patrick McGoohan hat nach seinem selbstgebastelten Fernsehfiasko den Serien erst einmal Lebewohl gesagt. Ging nach Hollywood und drehte mit Rock Hudson einen Film. Und was spielt er da? Einen Geheimagenten natürlich. Kuk

NUMMER 6 - DEUTSCHE TV-PREMIERE AM 16.08.1969

Dieser beitrag erschien am 16.08.1969 in der fernsehzeitschrift HÖR ZU. Für die freundliche genehmigung zur wiedergabe an dieser stelle bedanke ich mich beim verlag Axel Springer! Die weiterverbreitung dieses textes ohne genehmigung ist nicht gestattet.

Bildmaterial: privatarchiv Michael Brüne


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