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Als Teufelslustgärtchen bezeichnen wir das rund 15.000 Quadratmeter große, von Seltersweg, Löwengasse, Bahnhofstraße und Kaplansgasse umrahmte Quartier. Das Teufelslustgärtchen war eine Straße in dem Viertel. Auch heute, 2026, gibt es sie. Aber die Sackgasse von ein paar Metern Länge ist eher ein Mahnmal für den Verlust an städtebaulichem und stadtgeschichtlichem Bewusstsein und für die fehlgeleitete Wiederaufbaupolitik in Gießen nach dem Zweiten Weltkrieg als eine Erinnerung an das verloren gegangene Quartier. Schnell hatte sich unsere ursprünglich privat angelegte zu einer stadtgeschichtlichen Recherche entwickelt, von der wir dachten, sie sollte eine breitere Öffentlichkeit bekommen. Ende April 2026 ist sie in Heftform erschienen. Die Gießener Tourist-Information erklärte sich bereit, die Broschüre anzubieten. Die ersten Hefte waren schnell vergriffen. Eine Nachauflage wurde gedruckt. Jetzt steht eine überarbeitete Neuauflage bereit.
Broschüre, 60 Seiten,
erhältlich in der
Gießener
TOURIST INFORMATION,
Schulstr. 4,
und
online
bestellbar
bei "Gießen entdecken" 
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"Arno Baumgärtel und Gunter Klug veröffentlichten unlängst ihre erweiterte, nun 60-seitige DIN-A4-Broschur „Gießener Gesichter. Teufels(ver)lustgärtchen, der unbekannte Stadtteil“. Dokumentiert wird darin unselige Stadtgeschichte, die nun gar nichts mit dem Bombenhagel vom 6. Dezember 1944 zu tun hat – sondern mit dem unbeding-ten Versuch der Folgejahre, unsere Regionalmetropole (geradezu rücksichtslos) so umzugestalten, dass sie einer auto-mobilen Gesellschaft zupass ist. Erhältlich ist das Teil zum Preis von 7,90 Euro in der Tourist-Information in der Schulstraße. Wer Gießen besser verstehen will, sollte den Inhalt dieses Heftes verinnerlichen. Man wünschte sich einen Verleger (samt gutem Lektorat), der daraus ein feines Büchlein schmiedet." – Norbert Schmidt, ehemals Redakteur der Gießener Allgemeinen Zeitung; erschienen in den Amtsblättern des Gleiberger Landes = Biebertal, Heuchelheim, Wettenberg.
Seite 2 
– Das "Shanghaiviertel" im Spiegel Gießener Adressbücher
–
Das Teufelslustgärtchen und wie es zu seinem Namen kam
– Manfred Aulbach und das 'Alte Haus von Rocky Tocky'
– "Shanghai an der Lahn"
– Peter Kurzeck und das Teufelslustgärtchen
– Rückgriff auf die Zukunft
– Vor dem Krieg und beim Wiederaufbau
Seite 3 
–
Alte Pläne
–
Altstadtsanierung im Nationalsozialismus
– Die Rolle des Automobils
– Prägend: Wilhelm Gravert, Heinrich Schmidt
– Wiederaufbau und das 'Baulandumlegungsverfahren'
– Die Einkaufsstadt
– Detektivarbeit
– Quellen
Bahnhofstraße Kaplansgasse Katharinengasse 
Löwengasse Seltersweg
Teufelslustgärtchen Wolkengasse  |
Von Arno Baumgärtel
Der Häuser- und Grundstücksplan ist keine geodätische Arbeit. Die Intention ist, ein Gefühl für die räumlichen Zusammenhänge
in diesem verlorenen
Stück Gießen zu vermitteln. Der Plan basiert auf dem Stadtentwicklungsplan von 1948 sowie, darunterliegend, auf dem 3D-Abbild im Mesh-Verfahren von 2020/2024 durch das Vermessungsamt der Stadt Gießen. Der Stadtentwicklungplan gibt den Straßenverlauf und die Gebäudegrenzen der Vorkriegszeit wieder, ist aber eher eine Handskizze
für politische Entscheidungen als ein akkurates Katasterdokument. Es wird nicht zwischen Wohn-
und Gewerbegebäuden unterschieden. Die Ziffern kennzeichnen
nur die Haupthäuser, sie sind klickbar und führen zum jeweiligen Objekt. Wie viele der Hinterhofgebäude oder Anbauten erhalten geblieben
und noch benutzbar waren, ist nicht bekannt. Auch der offizielle Kriegsschadensplan ist nicht hundertprozentig verlässlich. In grün: Nachkriegsgebäudebestand, ohne Berücksichtigung des baulichen Zustands (Irrtum vorbehalten). |
Ansicht von Osten
Im Vordergrund: Johanneskirche, Goethestraße und Seltersweg; um 1928-30

■ grün Häuser
im
Teufelslustgärtchen ■ rot Seltersweg ■ orange Löwengasse ■ gelb Katharinengasse
■ pink Bahnhofstraße ■ blau Kaplansgasse (Irrtum vorbehalten)
Straßen- und Häuserplan (Seitenanfang) 
Bahnhofstraße Kaplansgasse Katharinengasse Löwengasse 
Seltersweg Teufelslustgärtchen Wolkengasse 
Ansicht von Süden
Bildrand links: Bahnhofstraße, im Vordergrund: Löwengasse; um 1928-30

■ grün Häuser
im
Teufelslustgärtchen ■ rot Seltersweg ■ orange Löwengasse ■ gelb Katharinengasse
■ pink Bahnhofstraße ■ blau Kaplansgasse (Irrtum vorbehalten)
Straßen- und Häuserplan (Seitenanfang) 
Bahnhofstraße Kaplansgasse Katharinengasse Löwengasse 
Seltersweg Teufelslustgärtchen Wolkengasse 
Wolkengasse, Ansicht von Süden
um 1960

Straßen- und Häuserplan (Seitenanfang) 
Bahnhofstraße Kaplansgasse Katharinengasse Löwengasse 
Seltersweg Teufelslustgärtchen Wolkengasse 
Seite 2 
– Das "Shanghaiviertel" im Spiegel Gießener Adressbücher
–
Das Teufelslustgärtchen und wie es zu seinem Namen kam
– Manfred Aulbach und das 'Alte Haus von Rocky Tocky'
– "Shanghai an der Lahn"
– Peter Kurzeck und das Teufelslustgärtchen
– Rückgriff auf die Zukunft
– Vor dem Krieg und beim Wiederaufbau
Seite 3 
–
Alte Pläne
–
Altstadtsanierung im Nationalsozialismus
– Die Rolle des Automobils
– Prägend: Wilhelm Gravert, Heinrich Schmidt
– Wiederaufbau und das 'Baulandumlegungsverfahren'
– Die Einkaufsstadt
– Detektivarbeit
–Quellen |