|
Als Teufelslustgärtchen bezeichnen wir das rund 15.000 Quadratmeter große, von Seltersweg, Löwengasse, Bahnhofstraße und Kaplansgasse umrahmte Quartier. Aber eigentlich ist das nicht ganz richtig: Das Teufelslustgärtchen war eine Straße in dem Viertel. Auch heute, 2026, gibt es sie. Aber die Sackgasse von ein paar Metern Länge ist eher ein Mahnmal für den Verlust an städtebaulichem und stadtgeschichtlichem Bewusstsein und für die fehlgeleitete Wiederaufbaupolitik in Gießen nach dem Zweiten Weltkrieg als eine Erinnerung an das verloren gegangene Quartier.
Katharinengasse Löwengasse Teufelslustgärtchen Kaplansgasse 
Bahnhofstraße Seltersweg Wolkengasse 
Die Broschüre, 48 Seiten, ist
in der Gießener TOURIST INFORMATION,
Schulstr. 4, erhältlich und
online bestellbar bei "Gießen entdecken"  |
Seite 2 
–
Das Teufelslustgärtchen und wie es zu seinem Namen kam
– Das "Shanghaiviertel" im Spiegel Gießener Adressbücher
– Manfred Aulbach und das 'Alte Haus von Rocky Tocky'
– "Shanghai an der Lahn"
– Peter Kurzeck und das Teufelslustgärtchen
– Das Teufelslustgärtchen vor dem Krieg und beim Wiederaufbau
Seite 3 
–
Altstadtsanierung im Nationalsozialismus
– Die Rolle des Automobils
– Prägend: Wilhelm Gravert, Heinrich Schmidt
– Wiederaufbau und das 'Baulandumlegungsverfahren'
– Die Einkaufsstadt
– Detektivarbeit
– Quellen |
Von Arno Baumgärtel
Der Häuser- und Grundstücksplan ist keine geodätische Arbeit. Er basiert zum einen auf dem Stadtentwicklungsplan von 1948, andererseits auf dem 3D-Abbild im Mesh-Verfahren von 2020/2024 durch das Vermessungsamt der Stadt Gießen. Der Stadtentwicklungplan gibt die Straßen- und Gebäudegrenzen der Vorkriegszeit wieder, ist aber eher eine Handskizze
für politische Entscheidungen als ein akkurates Katasterdokument. Hier wird nicht zwischen Wohn-
und Gewerbegebäuden unterschieden. Die Intention ist, ein Gefühl für die räumlichen Zusammenhänge
in diesem verlorenen
Stück Gießen zu vermitteln. Die Ziffern kennzeichnen
nur die Haupthäuser. In grün: Nachkriegsgebäudebestand, ohne Berücksichtigung des baulichen Zustands (Irrtum vorbehalten). Wie viele der Hinterhofgebäude oder Anbauten erhalten geblieben
und noch benutzbar waren, ist nicht bekannt. Auch der offizielle Kriegsschadensplan ist nicht hundertprozentig verlässlich. |
Ansicht von Osten, um 1928
Im Vordergrund: Johanneskirche, Goethestraße und Seltersweg

■ grün Häuser
im
Teufelslustgärtchen ■ rot Seltersweg ■ orange Löwengasse ■ gelb Katharinengasse
■ pink Bahnhofstraße ■ blau Kaplansgasse (Irrtum vorbehalten)
Straßen- und Häuserplan (Seitenanfang) 
Katharinengasse Löwengasse Teufelslustgärtchen Kaplansgasse 
Bahnhofstraße Seltersweg Wolkengasse 
Ansicht von Süden, um 1930
Bildrand links: Bahnhofstraße, im Vordergrund: Löwengasse

■ grün Häuser
im
Teufelslustgärtchen ■ rot Seltersweg ■ orange Löwengasse ■ gelb Katharinengasse
■ pink Bahnhofstraße ■ blau Kaplansgasse (Irrtum vorbehalten)
Straßen- und Häuserplan (Seitenanfang) 
Katharinengasse Löwengasse Teufelslustgärtchen Kaplansgasse 
Bahnhofstraße Seltersweg Wolkengasse 
Wolkengasse um 1960, Ansicht von Süden

Straßen- und Häuserplan (Seitenanfang) 
Katharinengasse Löwengasse Teufelslustgärtchen Kaplansgasse 
Bahnhofstraße Seltersweg Wolkengasse 
Seite 2 
–
Das Teufelslustgärtchen und wie es zu seinem Namen kam
– Das "Shanghaiviertel" im Spiegel Gießener Adressbücher
– Manfred Aulbach und das 'Alte Haus von Rocky Tocky'
– "Shanghai an der Lahn"
– Peter Kurzeck und das Teufelslustgärtchen
– Vor dem Krieg und Wiederaufbau
Seite 3 
–
Altstadtsanierung im Nationalsozialismus
– Die Rolle des Automobils
– Prägend: Wilhelm Gravert, Heinrich Schmidt
– Wiederaufbau und das 'Baulandumlegungsverfahren'
– Die Einkaufsstadt
– Detektivarbeit
–Quellen |