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Von
Jürgen Staeder
Ich
laufe schwer bepackt, mit einem mehrfarbigen großen Schirm,
ähnlich dem in der Serie, zum Rent-a-car-Schalter, um meinen
Mietwagen in Empfang zu nehmen. Linksfahren. Ein bisschen nervös
bin ich schon. Hab ich mir da zu viel zugetraut? Ich bekomme meinen
Wagen und starte.Nicht
zum ersten Mal in England, aber zum ersten Mal auf dem Weg nach
Portmeirion. Mit der Zeit werde ich ruhiger. Das Linksfahren ist
für mich noch anstrengend, vor allem das Schalten mit der linken
Hand, sehr ungewohnt, aber man gewöhnt sich daran - mit der
Zeit. Während ich auf der M6 Richtung Wolverhampten unterwegs
bin, gehen meine Gedanken noch einmal zurück zu dem Augenblick,
als mein Entschluß entstand, ich fahre nach Portmeirion.
Im
Jahr 2007 haben wir den ersten deutschen PRISONER-Event in
Wiesbaden veranstaltet. Damals wusste ich noch nicht wie sehr mich
das alles wieder in den Bann von Nummer 6 ziehen würde.
Wir
hatten genau 32 Besucher am 08.03.2007. Es war alles etwas ruhig,
gemächlich aber trotzdem aufregend. Bevor wir öffneten,
waren schon die ersten da. Und ich traute meinen Augen nicht, so
bekleidet wie ich? Nein, Sie hatten das Jacket, das Nummer 6 trug,
an, oder einen Ringelpullover oder...
Ich war erstaunt, das hatte ich nicht erwartet. Als ich dann in
den hunderten ausgelegten Büchern, Heften, Zeitschriften usw.
stöberte, die Bilder sah, Artikel las, da wurde mir immer mehr
klar, ich mussda hin. Ich muss den Kirchturm sehen, ich will durch
das kleine "Städtchen" laufen, die Treppen, die Wohnung
von Nummer 6 sehen... Da sagte ich zu Ute (meiner Frau): "Nächstes
Jahr fahr ich nach Portmeirion auf den Convent."
Schon
kurz nach dem Event in Wiesbaden fing ich mit der Planung und der
Organisation meiner Reise an. Ich fragte Arno nach dem Anmeldemodus.
Meldete mich bei Six Of One an. Später dann zum Convent
und dann, ja das musste sein, ich wollte im Village schlafen, übernachten,
auch noch in der Nacht mitten in Nummer 6 zu sein. Auch das klappte,
dank Debs' Hilfe.
Der Flug und der Mietwagen waren schnell gebucht. Und dann musste
ich warten. Monat um Monat, und ich wär doch am liebsten sofort
los, nach Portmeirion.
Nun
war die Autobahn zu Ende, und ich musste mich auf die Landstrasse
konzentrieren. Hier war es etwas anspruchsvoller zu fahren. Aber
ich wurde durch die wunderschöne Landschaft, die Berge, das
Grün, die vielen Schafherden entschädigt. Insgesamt dauerte
die Fahrt 3 Stunden und 20 Minuten, nicht eingerechnet die Pausen.
Die Route ging von Birmingham über Wolverhampten, vorbei an
Telford und Shrewsbury hinein nach Wales. Hier begann nun die Landstraße,
die mich über Welshpool führte, ein wunderschöner
kleiner Ort; hier kollidierte mein linker Vorderreifen leicht mit
der Kante eines Bürgersteigs; nach Dolgellau über die
A458. Eine wunderbare Strecke, die ich nur jedem empfehlen kann,
in die Nähe meiner Träume.

BARMOUTH
BAY MIT EISENBAHNBRÜCKE
Von
dort nahm ich den Weg an der Küste entlang über Barmouth.
Ein typischer Ferienort, aber trotz allem mit viel Charme. Hier
machte ich meine erste längere Rast, um in einem Strandcafe
einen Tee und ein Stück englischen Kuchen zu probieren. Tee
war okay, der Kuchen - naja...
Hier in Barmouth ist eine wunderschöne Eisenbahnbrücke
über die Barmouth Bay, den die Eisenbahnstrecke nach Porthmadog,
vorbei an Portmeirion, benutzt. Über diese reiste übrigens
Michael Brühne an, den ich in Portmeirion getroffen habe.
Nun trennten mich nur noch 40 Meilen von meinem Zielort, und ich
genoss die Fahrt am Meer hier genannt Cardigan Bay
zu meinem ersten Übernachtungsort. Da ich schon donnerstags
anreiste, musste ich mir ein B&B für die erste Nacht suchen.
Ich fuhr durch den Snowdonia National Park. Eine wunderbare Naturlandschaft.
Vorbei an Harlech und dem über Harlech thronenden Castle kam
ich zu dem kleinen Ort Talsarnau, in dem ich ein kleines Motel fand,
das mir für diese Nacht Unterschlupf sein sollte.

HARLECH
CASTLE
Auf
der Karte hatte ich schon gesehen, dass ich jetzt genau gegenüber
von Portmeirion sein musste und mich nur noch ein Meereseinschnitt
davon trennte. Während der letzten Minuten hatte ich immer
versucht, einen Blick auf Portmeirion zu erhaschen. Nun ging ich
ein bisschen bergauf. Die Sonne schien noch. Portmeirion war aber
schon in einen dunklen Schatten eingetaucht. Es war ein bisschen
diesig auf der gegenüberliegenden Seite, aber man konnte es
teilweise schemenhaft schon erkennen. Den Kirchturm, das Hotel am
Strand, die Häuser. Auf jedem Bild, das ich bisher gesehen
hatte, war es viel besser zu sehen, aber jetzt sah ich es wirlich.
Ich bekam ein bisschen Gänsehaut. Obwohl ich mich sehr anstrengen
musste, es zu sehen, konnte ich meinen Blick von der Silhouette
nicht wegnehmen.

SCHEINBAR
GANZ NAH - IN DER FERNE: PORTMEIRION
Ich
war am Ziel. Ich war nur noch einen Katzensprung von Portmeirion
entfernt. Ich vergaß eine Zeitlang sogar zu fotografieren.
Ich stand einfach nur da und sog das Bild in mich hinein. Nummer
6, der Turm, die See. Ich roch es förmlich. Was würde
mich morgen erwarten. Ich war gespannt. Meine ersten Schritte in
Portmeirion.
Donnerstags
abends hatte ich mich zum Dinner im Hotel Estuary Lodge angemeldet.
Als ich den Speiseraum betrat, saß ein Paar an einem Tisch
am Fenster. Mir wurde vom Gastgeber ein kleiner Tisch mitten im
Raum zugewiesen. Er brachte mir die Karte, und ich begann sie zu
studieren, während ich mir ein Bier bestellte. Auf die Frage,
ob ich beruflich oder als Tourist in Wales sei, antwortete ich:
"Ich bin ab morgen in Portmeirion auf der Six Of One-Convention".
"Oh, dann bitte einen Augenblick", sagte er, nahm mir
die Speisekarte weg und verschwand, allerdings nur für Sekunden,
um mir dann die Speisekarte wieder in die Hand zu drücken.

Ich
war etwas verwundert, und im ersten Augenblick verstand ich das
nicht. Ich sah ihn nur lächeln, oder war es ein Grinsen? Auch
das Paar am Nebentisch lachte, und dann fiel es mir wie Schuppen
von den Augen: Die Speisen waren identisch, aber der Schrifttyp
(mehr...)
war der wie ihn Six Of One benutzt. Meine erste Frage war:
"Darf ich die behalten?" Na klar durfte ich. Und so kam
es, dass ich, bevor ich überhaupt in Portmeirion ankam, drei
Stunden lang nach dem Essen an der Bar des B&B, mit einigen
guten Bieren gewürzt Informationen über die Convention
erhielt. Der Besitzer des B&B war selbst bei einigen Events
zugegen und konnte bestens mit der einen oder anderen Geschichte
darüber aufwarten.
Am
nächsten Morgen nach einem phantastischen Frühstück
fuhr ich los. Es waren nur noch wenige Meilen, und über eine
Brücke, für die Maut zu bezahlen war, ging es nach Penrhyndeudraeth.
Dort biegt man von der Hauptstraße ab, und die letzten Meter
zum Prisoner beginnen. Durch eine parkähnliche Landschaft,
auf einer schmalen Straße, die von Bäumen und Sträuchern
eingezäunt ist, geht es über eine kleine Anhöhe.
Dann weitet sich auch hier die Landschaft. Links nach wie vor Bäume
und Sträucher, rechts der Straße offenes Gelände,
teils eingezäunt, und der Blick fällt auf das Castle,
Castell Deudraeth, heute Hotel, das mir aber viel besser
bekannt ist als das Krankenhaus. Groß,
dunkel, mächtig, doch wunderschön, weil sehr schön
restauriert.
Ja, da war ich so begeistert, dass ich beinahe die Abfahrt Richtung
Portmeirion verpasst hätte. So hatte mich die Begegnung mit
dem ersten Gebäude von Nummer 6 abgelenkt.
Also,
es geht kurz vorm Castle links ab, wieder hinein in den Wald, und
dann kamen die Parkplätze und die Einfahrt. Da ich mich angemeldet
hatte, nannte ich meinen Namen und die Suche begann auf der Liste,
die dem Kontrollpersonal zur Verfügung stand. Auf dieser Liste
war mein Name nicht zu finden. Ich suchte also meine Bestätigung
raus und die Liste der Personen, die mit mir zusammen wohnen sollten.
Nun
fand der nette Wachmann den ersten Namen von meiner Liste auf seiner.
Das sei ok, sagte er. Ich solle reinfahren, parken und dann zu Rezeption
gehen. Gesagt getan. Ich parkte mein Auto und war in Portmeirion.
Alle
Gebäude, auch die, die man vielleicht nicht in den Episoden
von Nummer 6 gesehen hat, sind in diesem wunderschönen Stil
erbaut. Auch die Rezeption machte da keine Ausnahme. Es war jetzt
11:30 Uhr und mir wurde gesagt, ab 15 Uhr könne ich einziehen.
Also beschloss ich, mein Gepäck im Auto zu lassen und meinen
ersten Erkundungsgang durch Portmeirion zu starten. Die
Rezeption ist auf den Hügeln, die, wie wir Insider ja wissen,
diesen wunderschönen Ort, umzingeln und eine Flucht "unmöglich"
machen.
Aber
mal ganz ehrlich, wer von uns möchte hier überhaupt entfliehen?
Von
der Rezeption wendet man sich nach rechts und kommt auf den Weg,
der direkt zu den ersten Gebäuden führt, die man aus der
Serie kennt. Es
geht langsam bergab, und links taucht der Aussichtspunkt auf, der
Belvedere Outlook. Man sieht das Meer oder bei Ebbe den Sand
der Bucht. Ich bleibe stehen und versuche das alles in mich hineinzuziehen.
Ich bin ja nur drei Tage hier und will später alles wieder
vor Augen haben, wenn ich an diese Stunden zurückdenke. Die
Sonne scheint. Die Blätter der Bäume bewegen sich leicht
im Wind. Alles ist sehr ruhig. Kaum jemand ist derzeit hier. Und
ich bewege mich langsam weiter in Richtung des Zentrums von Portmeirion.
Irgendwie
fühle ich mich eigentlich nicht hier. Denn ich stehe mitten
im Film. Von hinten hupt es, und der Mini Moke kommt heran und überholt
mich. Ich bekomme Gänsehaut, als er vorbeirauscht und erwarte
eigentlich, dass jetzt hinter der nächsten Ecke Nummer 6 steht
und mich fragt: "Wie heißt dieser Ort?". Aber nein,
er steht nicht hinter der nächsten Ecke, nein leider nicht.
Dann treffe ich auf dieses Gefährt:

Hey,
der muß ja noch ein bisschen wachsen. Aber auch hier sieht
man den Ideenreichtum der Six Of One Fans.
Ich
komme nun zum ersten kleinen Platz, Battery Square, auf dem
auch das Haus von Nummer 6 steht. Die Wohnung, ein Raum von nur
3 auf 3 Metern, ist vollgestoppt mit T-Shirts, Merchandising-Ware
und seit 2008 unter Glas - mit dem originalen Jacket von
Nummer 6 so heißt es.

VOR
DEM PRISONER-SHOP - 6 PRIVATE
Mein
erstes Gefühl war, ach - aufatmen, geschafft, toll, das ist
es also! Und dann der Gedanke, es fehlt einfach die Wohnung, die
im Film im Studio dahinter steht. Ein Augenblick Ernüchterung.
Es fehlt was. Man steht da und denkt, schade, so klein, so wenig,
um sich darin wieder zu finden. Aber dann dreht man sich um, sieht
die Häuser und es begegnen einem Figuren, die man aus der Serie
kennt und die man nicht missen mag. Erleichterung, es ist ja doch
so wie man es erwartet hat. Gerettet. Wir sind ja mitten drin in
unseren Wünschen. Das Pärchen aus dem Wilden Westen und
viele andere. Hier ein paar von diesen, die ich besonders schön
und interessant fand:
Jetzt
gehe ich die Mainroad hinunter und schaue mir ganz in Ruhe einen
Teil des Villages an. Ich setze mich auf eine Bank und freue
mich am Anblick, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:

CENTRAL
PIAZZA MIT POOL DER AUTOR, IM HINTERGRUND: DAS HOTEL

CAMPANILE

BATTERY
SQUARE MIT PRISONER-SHOP (2. FENSTER VON RECHTS)

PORTMEIRION
HOTEL MIT RESTAURANT, DAVOR: DAS STEINBOOT
Dann
klingelt mein Handy und Michael Brühne ist dran. "Hallo
Jürgen, ich bin jetzt im Hotel in Porthmadog." "Prima",
antworte ich, und wir vereinbaren, dass ich Ihn abhole. Als
wir aus Porthmadog zurückkommen, ist es so weit, und ich darf
mein Zimmer beziehen. Als ich das Haus betrete, sind meine Mitbewohner
schon da.
Ich
begrüße alle mit Handschlag und kann mir eigentlich im
ersten Augenblick nur den Namen von Veron merken, da Sie die einzige
Frau unter uns 8 Hausbewohnern ist. Um es genau zu sagen, wohne
ich auch mit William (Verons Gatte), Mark, Tim, Anthony, Barry und
Steve (der neue Redakteur des ab Sommer neuen Six Of One
Magazins Contact Imminent).
Die Aufnahme ist sehr herzlich, wir lachen viel gemeinsam, und ich
werde von den sieben Profis (sie sind alle schon viele Jahre Teilnehmer
der Convention) eingeladen, am Dinner teilzunehmen, da man gemeinsam
kocht. Da lege ich die 6 englischen Pfund pro Abend gerne an, und
auch Michael partizipiert davon.

Dann
gehe ich zu meinem Zimmer, 3 auf 2 Meter man kann sich gerade
so drehen. Es sind ein Bett, ein kleiner Nachttisch und eine Kommode
im Zimmer. Aber das stört überhaupt nicht, denn wenn ich
aus den beiden kleinen Fenstern blicke, dann sehe ich auf der einen
Seite den Turm, den Campanile, und auf der anderen blicke
ich auf das Herz des Villages.


Ein
Traum. Ich wache morgens auf und erblicke den Turm. Wenn ich dann
aufstehe und durch das Fenster ins Village schaue, glaube
ich, die Zeit bleibt stehen, und gleich fährt der Mini Moke
vorbei, und eine Stimme kommt aus dem Lautsprecher: "Gleich
treffen wir uns alle zum Schach. Heute wird wieder ein schöner
Tag." Am
Abend ist die Eröffnungsveranstaltung, ein kleiner Umtrunk
und ich lerne viele Menschen kennen, die mir sehr symphatisch sind
und das gleiche Ziel haben: "Wir sehen uns!"
Samstagmorgen.
Gestern Abend habe ich viele Leute kennengelernt. Die Namen spulen
sich in meinem Hirn ab, aber ich kann sie längst nicht alle
auf einmal direkt zuordnen. Michael freut sich auf viele alte Bekannte.

Heute
Morgen steht die election parade auf dem Programm, der wahlkampfumzug.
Begierig finde ich mich schon 30 Minuten, bevor es losgeht vor dem
Prisoner Shop - Verzeihung, dem Haus Nr. 6 des Prisoners,
ein. Mehr als 50 Leute sind schon da. Es werden die Plakate, die
Regenschirme, Anstecker mit Nummer 2 und 6 und einiges andere verteilt.
Es soll ja so aussehen wie damals. Die Organisatoren sind aufgeregt
am Rumlaufen, ich höre so nebenbei, der Minimoke springt nicht
an, und so ist noch viel zu tun.
Alle, die hier sind, so ca 90 Prozent, sind in Kostüme gekleidet.
Ich habe mich in einen Umhang von Michael in unserem Stück
in Wiesbaden benutzt - geworfen und habe natürlich meinen Schirm
mitgebracht. Was von Vorteil ist, da es doch ab und an - wen wunderts,
wir sind in Wales, auf den britischen Inseln - regnet, tröpfelt
und dann wieder wie in Gießkannen die Erde naßmacht.
Stören tut es niemand wirklich. Man rückt zusammen, es
wird fotografiert und gefilmt, conversation ist angesagt. Und dann
kracht es und rumpelt es, und um die Ecke kommt der Minimoke angefaucht,
wie im Film, wie in meinen Erinnerungen, und ich fühle mich
zurückversetzt in das Jahr 1969, sitze vor dem Fernseher (schwarz-weiß),
es ist 23:20 Uhr, die Augenlieder werden schwer, und es kommt NUMMER
6 im ZDF.


DER
WAHLKAMPFUMZUG
Und
als wäre es normal, die Sonne kämpft sich durch die Wolken
zurück. Auch sie will ein bisschen zuschauen, und es kommt
Bewegung in die Masse. Jeder will sich neben dem Minimoke fotografieren
lassen. Das Schild mit dem Bild von Nummer Sechs wird anmontiert,
und auf einmal beginnt der Dialog. Auf dem Übergang von Haus
6 zum Nebenhaus, erhöht in 3 m, stehen die Schauspieler, die
Nummer 2 und 6 verkörpern, und es geht los. Sie gehen zum Minimoke,
und die Stimmung wird aufgeheizt: "Vote! Vote! Vote! Vote!"
und "Six for Two! Six for Two! Six for Two!" skandieren
die Anhänger von Nummer Sechs.
Wir gehen die Mainroad hinunter, und ich habe Gänsehaut. Es
ist schwer zu beschreiben, aber hier gibt jeder wirklich alles,
um die Szenen wie in der Serie wieder aufleben zu lassen. In diesem
Augenblick bist Du nicht mehr im Jahr 2008, sondern mitten in der
Serie, bei der Aufnahme, und ich höre mich rufen: "Vote!
Vote! Vote! Vote!" - "Six for Two! Six for Two!
Six for Two!" - Es ist ein Gefühl, das man nicht wirklich
beschreiben kann (mehr...).
Ich
laufe mit und gehe von der Mainroad ab auf die Central Piazza,
den zentralen Platz. Den umrunden wir vier- oder fünf Mal,
immer ein klares: "Six for Two! Six for Two! Six for Two!"
Vote No. 6!" auf den Lippen, und in diesem Moment beschließe
ich, morgen filme ich nicht, morgen wenn die Parade noch
einmal abläuft gehe ich nur mit und geniesse es, dabei
zu sein.

"SIX
FOR TWO! - SIX FOR TWO! - SIX FOR TWO!"
Es
geht nach einer Weile noch den Berg runter zum Steinboot,
dort hält Nummer Sechs eine kurze Ansprache, dann zurück
nach oben, und auf dem Berg endet dann alles.
Wow,
ich bin fertig, happy, werde fotografiert, versuche, alles in mich
zu versenken, und wie oft im Leben denke ich jetzt schon an 2009
und habe nur einen Gedanken, wieder dabei zu sein. Der Tag vergeht
mit vielen Vorträgen, und Abends sinken wir nach mehreren guten
walisischen Bieren ins Bett. Ich schaue noch mal hinaus. Alles im
Dunkeln, teilweise nur schemenhaft zu sehen, wo keine Beleuchtung
ist. Ich bin glücklich und schlafe ein. Und im Traum rufe ich:
"Six for Two! Six for Two! Six for Two!"
Wenn
man nicht nur auf die Straßen blickt, sieht man im Ort
auch solches:

Dann
ist es soweit: Die beiden Gaststars der Convention, Jane Merrow
und Earl Cameron (Alison bzw. der Supervisor, aus der Episode
"The Schizoid Man"), werden interviewt. Ihr ganzes Leben
zieht vorbei, und beiden ist anzumerken, dass es ihnen Spaß
macht, hier zu bleiben. Nach den Interviews mischen sie sich unters
Volk, keine Berührungsängste. Man kann zu ihnen, mit Ihnen
diskutieren, Fragen stellen. Michael ist mitten drin, und ich glaube,
er ist happy.

MICHAEL
BRÜNE, LINKS MIT EARL CAMERON, RECHTS MIT JANE
MERROW
Dann
gibt es eine Autogrammstunde. Wir alle feiern zusammen, und eigentlich
müsste es noch einen vierten Teil geben. Siehe die Bilder vom
Schachspiel, dem "Ausrasten" einer Figur, dem Darstellers
des "Turms", seiner Abholung durch den Krankenwagen (Minimoke)
usw. usw. Aber wahrscheinlich gibt es dann auch nicht nur einen
4. Teil, sondern auch einen 5. Teil... Es gibt noch soviel zu berichten.

Mein
Vorschlag, join the German group to Portmeirion in 2009!


Ich
will noch kurz die Kosten aufzeigen. Wenn man rechtzeitig bucht:
Flug Frankfurt Birmingham ca. 100 Euro. 3 Übernachtungen
im Village ca. 84 engl. Pfund. Mietwagen ca. 150 Euro plus
+ ca. 80 Euro Benzin. Wir
haben in Porthmadog eingekauft und haben mittags im Village
einen Super-Lunch für 6 Pfund gehabt.
Vielleicht
sehen wir uns ja. Wenn Ihr Fragen habt, gerne per E-Mail: Jürgen
Staeder (Kontaktformular, Nachricht wird weitergeleitet!).
Und
so ende ich, wie es wohl dazu passt:
Be seeing you! Wir sehen uns! Jürgen

JÜRGEN
STAEDER, STEVE RAINES, MAX HORA, MICHAEL BRÜNE

Aktuelle hinweise
zu themen der Society finden sich auf den SIX-OF-ONE-homepages:
USA
- GB.
Die postanschrift
lautet:
SIX OF
ONE The Prisoner Appreciation Society
Box 228
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United Kingdom
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