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CHARLY MOPIC
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MoPics ("motion picture") sind mobile kameratrupps der US-Army, die kommandounternehmen an die vorderste linie begleiten, interviews machen, das zusammenspiel der teilstreitkräfte zu dokumentieren und nebenbei auch bildpropaganda-material zu liefern haben. Das spähtruppunternehmen
im vietnamesischen dschungel fängt mit routine an. Die jungs tragen allesamt
spitznamen: "OD", "Hammer", "Pretty Boy". "Mopic" ist der kameramann,
und man bekommt ihn höchstens für 30 sekunden zu gesicht, logisch. Denn
der ganze film ist das, was er da aufgenommen hat. In der filmgeschichte
gibt es eine unzahl beispiele für die verwendung der subjektiven einstellung,
also das bild aus der sicht einer filmfigur. Gerne benutzt vor allem im
horrorfilm: Legendär der auftakt in Carpenters HALLOWEEN, daneben gegangen
aber in dem noir-klassiker THE LADY IN THE LAKE (Die Dame im See), der
bis auf eine einzige szene nach diesem prinzip funktioniert. MOPIC ist
ungleich besser, gerade weil er das dokumentarische betont, ja eigentlich
daraus hervorgegangen ist. Und weil er nicht kaschiert, dass er (nur)
ein fiktionales dokument ist. MOPIC setzt ungefähr da an, wo es in Kubricks
FULL METAL JACKET zeitweilig langatmig wird. Auch er bringt GI's vor die
kamera eines MoPic-teams, läuft geduckt hinter panzern her. Aber seine
bilder haben einen extremen zeige-charakter, weil Kubrick sich nicht richtig
entschließen kann (?), welche art film er machen soll. Arno G. Baumgärtel, Filmankündigung 1992
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